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SCHONGAU: «Spielzeug» zum 25. Geburtstag

Der Erlebnispark Schongiland wird heuer 25-jährig und läuft so gut wie nie. Trotzdem kann der Besitzer von einem Ausbau nur träumen – vorerst.
Yasmin Kunz
Los gehts! Thomas Müller (48), Inhaber des Schongilands, geniesst den Geschwindigkeitsrausch auf der neusten Bahn des Vergnügungsparkes: der «Butterfly». (Bild Pius Amrein)

Los gehts! Thomas Müller (48), Inhaber des Schongilands, geniesst den Geschwindigkeitsrausch auf der neusten Bahn des Vergnügungsparkes: der «Butterfly». (Bild Pius Amrein)

Yasmin Kunz

Es ist eigentlich so was wie der Europapark in Rust, einfach fast zehnmal Mal kleiner – das Schongiland in Schongau. Auf einer Fläche von 100 000 Quadratmetern kann man sich auf 12 Bahnen und Anlagen vergnügen. Geführt wird die Schongiland AG vom Ehepaar Renata (48) und Thomas Müller (48).

Dieses Jahr feiern die Müllers das 25-Jahr-Jubiläum ihres Erlebnisparks. Feiern ist zwar zu weit gegriffen, wie Müller auf Anfrage sagt. «Wir haben nichts Spezielles geplant.» Dies unter anderem wegen schlechter Erfahrungen. «Beim 20-Jährigen hatten wir ein Fest geplant – leider hat es da nur geregnet und deshalb sind kaum Gäste gekommen», erinnert sich Müller. Er hat sich heuer zum Geburtstag seines Geschäfts ein neues «kleines Spielzeug» zugelegt: die «Butterfly». «Das ist eine Bahn, die sich auf Schienen fortbewegt und am höchsten Punkt der Fahrt sieben Meter Höhe erreicht», erläutert Müller seine Errungenschaft. Auch den Gästen würde diese 120 000-fränkige Bahn gefallen. Allein seit Karfreitag seien 12 000 Besucher mit der «Butterfly» gefahren.

30 Prozent mehr Gäste

Das Geschäft des Ehepaars aus Schongau läuft rund: «Wir haben fast jedes Jahr mehr Gäste.» Zählte Schongiland im Jahr 2011 rund 40 000 Besucher, seien es im letzten Jahr 52 000 gewesen. «Das ist eine erfreuliche Entwicklung.» Die meisten Besucher kämen aus den Kantonen Zürich, Aargau und Zug. «Dort platzieren wir unsere Werbung», begründet Müller die Herkunft der Gäste. Einige Besucher reisen aber auch von weit her an. So hat Müller etwa mit einem indischen Reiseunternehmen in Mumbai eine Vereinbarung getroffen. Im vergangenen Jahr reisten dann 5500 Inder ins Schongiland. Seit ungefähr drei Jahren kämen auch immer mehr Araber, stellt Müller fest. «Dabei handelt es sich vorwiegend um Individualreisende – Familien mit Kindern.» Die Zahl der arabischen Besucher belief sich letztes Jahr auf rund 400.

Nach Feierabend auf die Bahn

Müller würde seinen Vergnügungspark gerne noch ausbauen, wie er sagt. «An Ideen mangelt es nicht.» Das Land dazu hätte er: Rund 60 000 Quadratmeter seien bereits eingezont; momentan aber noch einem Bauern verpachtet. Dass er sein Vorhaben bis dato noch nicht realisieren konnte, liegt, trotz der guten Besucherzahlen, an den fehlenden Finanzen. «Eine richtig grosse Bahn kostet schnell mal etwa 1 Million Franken.»

Im Gespräch mit Müller wird klar: Er übt seinen Traumberuf aus. Der 48-Jährige fährt selber fürs Leben gern Bahnen und räumt ein: «Manchmal gönne ich mir nach dem Feierabend noch eine Fahrt.» Müller übernahm den Park von seinem Vater (siehe Box). Auch seine beiden Töchter (18- und 21-jährig) sind begeistert vom Erlebnispark. Die Nachfolge dürfte also einst kein Problem sein. Das Ehepaar arbeitet von März bis Oktober jeweils sieben Tage die Woche. Während der Betriebsferien würden sie die «Spielzeuge» wieder in Stand stellen oder eventuell neue Bahnen aufbauen. Das Ehepaar führt den Erlebnispark allein (siehe Kasten). Ist das Wetter gut – gut ist es für Müller, wenn es bewölkt und nicht zu warm ist – kann der Geschäftsführer auf 18 Temporär-Angestellte zurückgreifen.

Park für Familien


Betrieb kuy. Seit 2014 ist Thomas Müller alleiniger Inhaber des Schongilands. Er hat den Erlebnispark von seinem Vater übernommen. Müller und seine Frau sind die einzigen Festangestellten. Die Hauptattraktion des 1991 gegründeten Vergnügungsparks ist die 380 Meter lange Rodelbahn, die überdacht ist. Der Park richtet sich vor allem an Familien. Der Eintritt für Kinder ab fünf Jahren beträgt 19 Franken. Ab 15 Jahren kostet der Einzeleintritt 21 Franken und Senioren ab 60 Jahren zahlen 14 Franken. Das Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von etwa 1 Million Franken.

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