SCHÜPFHEIM: Ehemaliges Kapuzinerkloster wird saniert

Vor wenigen Tagen wurde das Baugesuch für das unter dem Namen «lückenfüllen» lancierte Sanierungsprojekt des Klosters Schüpfheim eingereicht. Durch das Aufstellen der Baugespanne werden die zukünftigen Veränderungen nach Aussen sichtbar.

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Das ehemalige Kapuzinerkloster Schüpfheim aus der Vogelperspektive. (Bild: pd)

Das ehemalige Kapuzinerkloster Schüpfheim aus der Vogelperspektive. (Bild: pd)

Die Bauarbeiten sind für den kommenden Winter vorgesehen, vorausgesetzt die Baubewilligung wird rechtzeitig erteilt. Mit den geplanten Massnahmen können die Energiekosten des über 350 Jahre alten Gebäudes deutlich gesenkt werden, heisst es in einer Medienmitteilung des Vereins Sunnehügel – Haus der Gastfreundschaft vom Montag.

In einer ersten Etappe werden die Fenster im historischen Gebäudeteil erneuert, der Estrichboden isoliert sowie eine Wohneinheit für eine Familie renoviert. Die Kosten für diese erste Etappe belaufen sich auf rund 350'000 Franken. Das Geld für diese Investition stammt vorwiegend aus der privaten Sammelaktion, welche der Sunnehügel vor einem Jahr startete. Neben einigen grossen Privatspenden und zwei zinslosen Darlehen sind eine erfreuliche Zahl von kleineren und mittleren Spenden eingegangen. Der Verein Sunnehügel übernimmt die fehlenden Mittel für die erste Bauetappe aus seinen Reserven. Zudem rechnet der Verein mit Beiträgen der kantonalen Denkmalpflege für die werterhaltenden Massnahmen.

Geld für weitere Bauetappen fehlt

Für den Hauptteil des Sanierungsprojektes fehlen die finanziellen Mittel allerdings noch. Die zweite Bauetappe umfasst die Erneuerung der elektrischen Installationen inklusive Nachrüstung einer Brandmeldeanlage sowie ein Ersatzneubau für einen Anbau aus den 1970er-Jahren. Dieser Neubau wird nötig, weil die darin untergebrachten sanitären Anlagen nach über 40 Betriebsjahren die Anforderungen an die Hygiene nicht mehr erfüllen. Gleichzeit schafft dieser Neubau mit diversen Ateliers die Voraussetzung, dass der Sunnehügel sein Beschäftigungsangebot für Gäste ausbauen kann.

Als Drittes sieht das Bauprojekt eine Erweiterung des Speisesaales vor. Durch einen lichtdurchfluteten Vorbau als Aufenthaltsraum würde ein wichtiges therapeutisches Anliegen der Gemeinschaft erfüllt.

Für die Bauetappen zwei und drei sind Mittel in der Höhe von 3 Millionen Franken nötig. Um sein Angebot auch für Gäste mit kleinem Budget wie z.B. IV-Empfängern aufrecht erhalten zu können, ist der Sunnehügel auf namhafte Spenden und zinslose Darlehen angewiesen. Entsprechende Gesuche bei Stiftungen und Privaten sind hängig.

pd/zim