SCHÜPFHEIM: Erster Hörbaum der Schweiz in Schüpfheim

Im Entlebuch steht der erste Hörbaum der Schweiz. Diese «Bäume» sollen Menschen darauf aufmerksam machen, wie wichtig das Gehör ist.

Pd/Nop
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Hörbaum-Erfinder Toni Schmid (links) installiert in Schüpfheim zusammen mit Schülern der 5./6. Klasse sowie pro audito schweiz-Vertreterinnen den ersten Hörbaum der Schweiz. (Bild: PD)

Hörbaum-Erfinder Toni Schmid (links) installiert in Schüpfheim zusammen mit Schülern der 5./6. Klasse sowie pro audito schweiz-Vertreterinnen den ersten Hörbaum der Schweiz. (Bild: PD)

Am Mittwoch wurde in Schüpfheim der erste Hörbaum der Schweiz eingeweiht. Erfunden wurde er von Toni Schmid, Präsident pro audito Verein Hörbehinderter Amt Entlebuch/Wolhusen. Er stellte den Baum am Mittwoch den Medien vor und ist selbst hörbehindert. Sein Wunsch ist, dass baldmöglichst in der ganzen Schweiz Hörbäume stehen. Hörbäume als präventive Massnahme könnten dazu beitragen, dass Menschen vermehrt und schon bei den allerersten Anzeichen von Hörproblemen Hörtests machen liessen. «Denn je länger man zuwartet, desto schlechter wird das Gehör.

Hören Sie die Vögel noch zwitschern?

Vorbild für die Schaffung von Hörbäumen waren für Toni Schmid die Toggenburger «Klangbäume». Als er eines Tages mit seinen Enkelkindern auf dem Klangweg Toggenburg spazierte, kam ihm der Gedanke, dass hörbehinderte Menschen eigentlich einen Hörbaum haben müssten. Gesagt, getan. Mit Unterstützung von pro audito Schweiz, dem Dachverband der regionalen Hörbehindertenvereine, hat Schmid das Präventions-Projekt «Hörbäume» in kurzer Zeit aufgegleist. Er liess türkisfarbene Blechtafeln mit der Aufschrift «Hören Sie die Vögel noch zwitschern?» herstellen. Eine dieser Tafeln ziert nun auf Augenhöhe mitten in Schüpfheim eine währschafte Tanne. Die Tafeln können die Hörbehindertenvereine, Gemeinden, Schulen und weitere Interessierte direkt bei pro audito schweiz in Zürich oder über Toni Schmid preisgünstig bestellen.

Baumbesitzer müssen einwilligen

Um die Menschen für das Hören zu sensibilisieren, seien gut frequentierte Plätze, an denen die Hörbäume stehen, von Vorteil. «Rastplätze, Spielplätze, Parks (Grünanlagen), Bildungs- und Schulzentren, öffentliche Anlagen wie Bahnhöfe, Tram- und Bushaltestellen, Kirchen oder Altersheime eignen sich sehr gut dafür», so Schmid. Grundsätzlich braucht es für die Befestigung der Tafeln an den «Hörbäumen» lediglich eine Bewilligung der Baumbesitzer.