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SCHÜPFHEIM: Hippie-Zeit ins Jahr 2018 transferiert

Die Kantonsschüler führen das Musical «Hair» auf – in einer modernisierten Version. Blumen und bunte weite Kleider dürfen genauso wenig fehlen wie US-Präsident Donald Trump.
Hannes Bucher
Premiere des Musicals «Hair 2018» der Kantonsschule Schüpfheim. (Bild: Eveline Beerkircher ()

Premiere des Musicals «Hair 2018» der Kantonsschule Schüpfheim. (Bild: Eveline Beerkircher ()

Hannes Bucher

kanton@luzernerzeitung.ch

Mit dem Musical «Hair 2018» lebt im Entlebuch die Hippiezeit wieder auf – angereichert und aktualisiert. Nordkorea, Umweltprobleme, Trump und Co. finden darin ebenso Platz wie Mani Matters «Hemmige». Hauptakteur bleibt «Love and Peace».

Ein abrupter Szenenwechsel an diesem Donnerstagabend in Schüpfheim: Die Winterkälte bleibt draussen vor der Sport­halle Moosmättli zurück; drinnen tummeln sich junge Leute in bunten weiten Kleidern, Blumen in die wallenden langen Haare eingesteckt. Die Hippiezeit lässt grüssen. Eine imposante Bühne ist in der Halle aufgebaut, in kühlem Metall gehalten, mit modernster Technik ausgestattet. Vorne links haben 35 jugendliche Orchestermusiker ihren Platz eingenommen. Der Dirigent hat sich eine wilde Perücke aufgesetzt. «Haariges» dominiert an diesem Abend – das Musical «Hair 2018» feiert Premiere. Es ist nach «Cats» und «West-Side Story» die dritte Musical-Produktion des Vereins Musical Plus und der Kantonsschule Schüpfheim.

Das Publikum wird mit einbezogen

Dann legen die 25 Darsteller los. Fast drei Stunden lang nehmen sie die ganze Halle für sich ein. «Nicht alle Energie am Anfang verpuffen – immer schön easy», hat da zwar noch eines der Blumenkinder zu Beginn verkündet – aber gleichzeitig wurde auch schon das Publikum mit einbezogen, «Love» und «Peace» soll es skandieren. Auf der Bühne gibt es kein Halten. Die ausgelassene Spielfreude nimmt ihren freien Lauf. Freiheit – das grosse Thema in «Hair». Befreiung von Zwängen, Vorgaben, Traditionen. Der Traum von einer Welt frei von Krieg, hin zu Love and Peace. «Hair 2018» nimmt sich auch die Freiheit, die Vorlage ins Heute zu versetzen. Nordkorea statt Vietnamkrieg, Umweltverschmutzung, Facebook, Roboter und auch Trump und Co. werden als aktuelle Problemfelder genannt. Aber wie in der Originalfassung: Raum, Zeit, die Handlungsebenen sind bunt durcheinandergewirbelt, nicht logische Abfolge des Geschehens ist gefragt. «Mit Haut und Haar sich auf einen theatralischen Trip einlassen» – so bringt es Regisseur Silvio Wey auf den Punkt.

Das Grossprojekt «Hair 2018» kommt aus einem Guss daher: Da sind die Akteure, die allesamt stimmlich und darstellerisch glänzen. Ebenso beeindruckend sind Tanz/Choreografie, das schmissige Orchester und der starke Chor; dazu gesellen sich raffinierte Lichteffekte und tolle Kostüme. Besonders gelungen ist auch das Sprachspiel mit dem Mix aus Hochdeutsch, Englisch und Mundart. Inklusive Mani Matters «Hemmige». «Let the sunshine» – singt die ganze Halle am Schluss von «Hair 2018» – hinausgetragen vom begeisterten Premierenpublikum in die kalte Winternacht. An die 5000 weitere Besucher sollen dies in den kommenden sechs Aufführungen ebenso erleben.

Hinweis
Weitere Vorstellungen: Heute, 19.30 Uhr; morgen Sonntag, 25. Februar, 16 Uhr; 1./3. März um 19.30 Uhr; 2. März, 20 Uhr und am 4. März, 14 Uhr. Infos und Tickets unterwww.hair2018.ch

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