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SCHÜPFHEIM: Junge Künstler zeigen ihr vielfältiges Schaffen

So viele Werke wie dieses Jahr waren an den Jugendkulturtagen noch nie zu bestaunen. Nicht alle haben ihre Teilnahme von langer Hand geplant.
Sara Felder (von links, im Uhrzeigersinn), Stefanie Emmenegger, Stefanie Isenegger und Nicole Lötscher präsentieren an den Jugendkulturtagen ihr gemeinsames Werk. (Bild: Pius Amrein (Schüpfheim, 3. April 2017))

Sara Felder (von links, im Uhrzeigersinn), Stefanie Emmenegger, Stefanie Isenegger und Nicole Lötscher präsentieren an den Jugendkulturtagen ihr gemeinsames Werk. (Bild: Pius Amrein (Schüpfheim, 3. April 2017))

Fotografien, Gemälde, Skulpturen – es sind typisch museale Exponate, die seit Montag im Entlebucherhaus in Schüpfheim zu begutachten sind. Die Besonderheit der Ausstellung erschliesst sich erst, wenn man die Begleittexte zu den Werken studiert. Dort wird prominent das Alter der Künstlerinnen und Künstler vermerkt. In den meisten Fällen liegt dieses unter 20 Jahren. In Schüpfheim finden diese Woche die Jugendkulturtage statt. Junge Leute aus dem Entlebuch sind eingeladen, ihr kreatives Schaffen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

An der Vernissage am Sonntagabend wurden vor 170 Besuchern musikalische und tänzerische Darbietungen aufgeführt. Bis am Samstag sind jetzt alle ­anderen Werke ausgestellt. Die 18-jährige Jenny Kaufmann, die schon selbst als Musikerin an den Jugendkulturtagen auftrat und jetzt im OK mitwirkt, erklärt die Idee: «Wir wollen die Leute motivieren, ihre Talente nicht nur im Stillen zu pflegen, sondern der Öffentlichkeit zu präsentieren.»

162 Jugendliche machen mit

Initiiert wurden die Jugend­kulturtage im Jahr 2005 von der Jugendarbeit der Gemeinden Schüpfheim, Entlebuch und Escholzmatt. An der nun 13. Durch­füh­rung beteiligen sich 162 Jugendliche mit 70 Werken, darunter auch Bewohner des Heil­pädagogischen Zentrums Sunnebüel in Schüpfheim. Die Jugendarbeit begleitet das OK in Form von «Hilfe zur Selbsthilfe», damit dieses die grosse Verantwortung wahrnehmen kann. Es kümmert sich um Anmeldungen, Werbung und Finanzierung, organisiert die Vernissage und das Abschlussfest und kuratiert die Ausstellung.

Eine Jury prämiert in jeder der acht Kategorien ein Werk. Zusätzlich erhält jedes Exponat eine schriftliche Rückmeldung. So sollen die Aussteller Impulse für ihr weiteres Schaffen erhalten. Aus diesem Grund, so Jurorin Ines Emmenegger, sei das Alter des Urhebers gut sichtbar vermerkt: «So sieht auch das Publikum, dass hinter jedem Werk ein Lernprozess steht.»

Nicht das perfekte Ergebnis steht im Mittelpunkt, sondern das Ausprobieren und Lernen. Die späte Anmeldefrist erlaubt auch eine spontane Teilnahme, wie bei Stefanie Emmenegger, Stefanie Isenegger, Nicole Lötscher und Sara Felder (alle 15), die zum ersten Mal dabei sind. Sie bemalten den Eingang des Jungwacht- und Blauring-Hauses neu – zeitgemäss mit Emojis. «Beim Malen hat man Zeit zum Reden. So kam die Idee, daraus doch ein Ausstellungsstück zu machen.» Also ­erstellten sie noch eine fotogra­fische Dokumentation – und lernten die Tücken einer spontanen Entscheidung kennen. «Mit der Dokumentation kamen wir dann doch plötzlich noch in Zeitnot.»

Jugendkulturfest setzt den Schlusspunkt

Ähnlich lief es bei Alina Lötscher (16). Sie hatte frühere Ausstellungen mit ihrer Klasse besucht. Nun präsentiert sie ihre Fotografien. Auch für sie ist es eine Premiere. «Ich habe mich eine Weile auf tau- und reifbesetzte Spinnennetze konzentriert.» Kurz vor Anmeldeschluss entschied sie sich, einige dieser Fotos auszustellen.

Die Idee einer niederschwelligen Plattform, sie funktioniert in Schüpfheim. Bis am Samstag sind die Werke noch ausgestellt. Am Freitagabend und bis in die Nacht hinein setzt dann das ­Jugendkulturfest mit dem DJ-Battle den Schlusspunkt.

Manuel Burkhard

kanton@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Weitere Infos finden Sie unter www.jugendkulturtage.ch

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