Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SCHÜPFHEIM: Schlechtes Wetter am Amts- und Wyberschiesset: Kirchgang statt Kutschenfahrt für das Königspaar

Das Amts- und Wyberschiesset hatte am Donnerstag mit dem Wetter zu kämpfen. Doch die Entlebucher wären nicht Entlebucher, wenn sie sich von etwas Regen die Festfreude trüben liessen.
Eine volle Kirche für die Festsieger Alice Stalder und Erwin Emmenegger. (Bild: Dominik Wunderli (Schüpfheim, 10. Mai 2018))

Eine volle Kirche für die Festsieger Alice Stalder und Erwin Emmenegger. (Bild: Dominik Wunderli (Schüpfheim, 10. Mai 2018))

Flexibilität war für das Organisationskomitee des Entlebucher Amts- und Wyberschiesset Schüpfheim über den Auffahrtstag angesagt: Witterungsbedingt musste der für gestern Nachmittag vorgesehene Festzug abgesagt werden, der offizielle Festakt wurde in die Pfarrkirche verlegt.

Nun, die Entlebucherin Alice Stalder als neue Schützenkönigin und Erwin Emmenegger aus Flühli als neuerkorener Schützenkönig fanden beim Betreten der Pfarrkirche eine grossartige Kulisse mit einem vollbesetzten Kirchschiff vor – sie wurden mit einer Standing Ovation, Marschmusik und wehendem Fahnenwald begrüsst. Traditionsgemäss findet das Amts- und Wyberschiesset alle drei Jahre in einem der drei Hypothekarkreise statt. Dieses Jahr war turnusgemäss der mittlere mit den Gemeinden Schüpfheim und Flühli für die Organisation verantwortlich (wir berichteten). «Wir hätten zwar gern den Festumzug abgehalten – aber dies ist ein würdiger Ort für einen würdigen Anlass», sagte OK Präsident Roland Niklaus. Er hielt Rückschau auf einen grossartigen Anlass, der absolut unfallfrei verlaufen ist. 1098 Teilnehmer waren zu verzeichnen, mit 609 «Wyber und Meitschi» waren die Schützinnen zum ersten Mal in der Überzahl. Und ein Versprechen für die Zukunft: Rund ein Drittel der Teilnehmenden war jünger als 30 Jahre. Auch bei den Zuschauern waren interessierte Junge dabei. So etwa die 16-jährigen Stefanie Isenegger und Sarah Müller. «Wir finden es gut, dass es diese Traditionen noch gibt. Dazu müssen wir Sorge tragen.»

Die Ehrung der Festsieger Alice Stadler und Erwin Emmenegger. (Bild: Dominik Wunderli)
Die Schützenkönigin Alice Stadler. (Bild: Dominik Wunderli)
Feier des Entlebucher Amts- und Wyberschiesset in der katholischen Kirche in Schüpfheim mit den Festsiegern Alice Stalder und Erwin Emmenegger (Bild: Dominik Wunderli)
Feier des Entlebuchers Amt- und Wyberschiesset in der katholischen Kirche in Schüpfheim mit den Festsiegern Alice Stalder und Erwin Emmenegger (Bild: Dominik Wunderli)
Feier des Entlebuchers Amt- und Wyberschiesset in der katholischen Kirche in Schüpfheim mit den Festsiegern Alice Stalder und Erwin Emmenegger (Bild: Dominik Wunderli)
Feier des Entlebuchers Amt- und Wyberschiesset in der katholischen Kirche in Schüpfheim mit den Festsiegern Alice Stalder und Erwin Emmenegger (Bild: Dominik Wunderli)
Feier des Entlebuchers Amt- und Wyberschiesset in der katholischen Kirche in Schüpfheim mit den Festsiegern Alice Stalder und Erwin Emmenegger (Bild: Dominik Wunderli)
Feier des Entlebuchers Amt- und Wyberschiesset in der katholischen Kirche in Schüpfheim mit den Festsiegern Alice Stalder und Erwin Emmenegger (Bild: Dominik Wunderli)
Feier des Entlebuchers Amt- und Wyberschiesset in der katholischen Kirche in Schüpfheim mit den Festsiegern Alice Stalder und Erwin Emmenegger (Bild: Dominik Wunderli)
Feier des Entlebuchers Amt- und Wyberschiesset in der katholischen Kirche in Schüpfheim mit den Festsiegern Alice Stalder und Erwin Emmenegger (Bild: Dominik Wunderli)
10 Bilder

Entlebucher Amts- und Wyberschiesset

Schützen von 11 bis 94 Jahren

Der Älteste Teilnehmer zählt 94 Jahre, elfjährig ist die jüngste Teilnehmerin. Der über 200-jährigen Tradition, dass die «Wyber und Meitschi» die Preise spenden, wurde auch diesmal eindrücklich nachgelebt. Um die 1350 Spenderinnen haben einen Gabentempel von rund 115000 Franken zusammengebracht. «Alle Erwartungen wurden übertroffen. Ein ganz grosses Dankeschön», konstatierte der OK-Chef. Gäste aus Politik, Militär und Schiesssportkreisen liessen sich den Festakt nicht entgehen. Darunter befanden sich auch Regierungspräsident Guido Graf, Kantonsratspräsidentin Vroni Thalmann – sie als Schützin selber aktiv dabei – und Ständerat Damian Müller als Festredner. «Grossen Respekt» zolle er den Entlebuchern für diesen grossartigen Anlass, so Damian Müller. «Anpacken und umsetzen», das könnten die Entlebucher. Und – auf die zunehmende Anzahl Schützinnen gemünzt: Der Blick in die Geschichte des Amts- und Wyberschiessens zeige, dass die Emanzipation im Schiessstand viel früher als auf der politischen Bühne angekommen sei.

Hannes Bucher

kanton@luzernerzeitung.ch

Hinweis
Resultate Amts- und Wyberschiessen

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.