Schüpfheim vorerst ohne Holzheizkraftwerk

Die CKW verzichtet auf den Bau eines Holzheizkraftwerks in Schüpfheim. Wie ein umfassendes Vorprojekt ergab, sind die notwendigen Investitionskosten deutlich höher als zunächst angenommen. Und mehr Abnehmer der Wärme lassen sich momentan nicht finden.

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Die CKW übernahm im Jahre 2010 vom Kanton Luzern den Nahwärmeverbund mit der Holzschnitzel-Heizung im Chlosterbüel. (Bild: pd)

Die CKW übernahm im Jahre 2010 vom Kanton Luzern den Nahwärmeverbund mit der Holzschnitzel-Heizung im Chlosterbüel. (Bild: pd)

Die Gemeinde Schüpfheim gab vor vier Jahren eine Machbarkeitsstudie für den Bau des Kraftwerkes in Auftrag; erste Bedarfsabklärungen hätten ergeben, dass Interesse an der Wärme besteht, die aus der heimischen Energieressource Holz produziert wird.

Wie aus einer Mitteilung der Gemeinde vom Freitag weiter hervorgeht, vereinbarte man 2010 zusammen mit der CKW, das Projekt zu konkretisieren und bis 2013 zu realisieren. Im gleichen Jahr übernahm die CKW vom Kanton Luzern den Wärmeverbund Chlosterbüel, der Wärme für die Gemeinde produziert. Gleichzeitig seien potentielle Kunden für das künftige Holzheizkraftwerk über die Konditionen informiert worden.

Im umfassenden Vorprojekt habe sich nun allerdings herausgestellt, dass die Investitionskosten des Kraftwerkes mit dem weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes entgegen ersten Schätzungen fast 50% höher ausfallen dürften. Um den wirtschaftlichen Betrieb des Kraftwerkes auch unter den neuen Bedingungen sicherzustellen, seien weitere Abnehmer gesucht worden.

Ein Gewerbebetrieb im Gebiet der Chratzererstrasse stellte mit einem Ausbauprojekt in Aussicht, diese Wärmemengen aus dem Holzkraftwerk zu beziehen, so die Gemeinde weiter. Der Betrieb habe das Projekt inzwischen aber sistiert. Nun würden dem Holzheizkraftwerk Schüpfheim genügend Abnehmer für die erzeugte Wärme fehlen, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten.

Gemeinde und CKW würden sich daher gezwungen sehen, das Projekt abzubrechen.

pd/kst