Schulden: Hotel ist verpfändet

Die Besitzerin des Hotels Himmelrich hat Post vom Betreibungsamt erhalten. Gegen die Liegenschaft oberhalb von Kriens läuft bereits ein Pfändungsverfahren.

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Trotz Wirbel um das Hotel Himmelrich: Das Restaurant ist weiterhin geöffnet. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Trotz Wirbel um das Hotel Himmelrich: Das Restaurant ist weiterhin geöffnet. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Vor wenigen Tagen erhielt das Betreibungsamt Kriens Post aus dem zugerischen Cham. Das Schreiben hat es in sich. Denn die Chamer Behörden gelangen mit einem Rechtshilfegesuch – unsere Zeitung konnte das Dokument einsehen – an die Krienser Kollegen. Dabei geht es um die Einpfändung der Liegenschaft Hotel Himmelrich. Der Hintergrund: Das «Himmelrich» gehört der Kingbow Holding AG, die aber in Cham domiziliert ist. Für die Pfändung des Hotels sind die Zuger daher auf die Hilfe der Luzerner angewiesen.

1,58 Millionen Steuerschulden

Die Forderungen, welche die Steuerverwaltung Zug gegen die Kingbow erhebt, sind happig. Diese summieren sich nämlich im Zeitraum zwischen 22. Januar 2010 und dem vergangenen 12. Januar auf 1 579 260.60 Franken. Viel Geld, das die Zuger Behörden nun mit aller Konsequenz eintreiben wollen.

Der Kingbow-Rechtsvertreter bestätigt, dass eine Veräusserungsbeschränkung des Himmelrichs bereits im letzten Jahr vom Betreibungsamt Cham angestrebt wurde. Weiter räumt der Kingbow-Anwalt ein, dass es im Fall «Himmel-rich» zu einer Zwangsversteigerung kommen könnte. Die erwähnten 1,58 Millionen Steuerschulden würden von seiner Mandantin und deren Vertreter, Walter Knieriem, auch nicht bestritten, erklärt der Jurist weiter. Um das Fiasko, die Verwertung der Liegenschaft, doch noch abwenden zu können, muss das Geld nun aber zügig fliessen.

Thomas Heer

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