SCHULE: «Einteilung der Schüler ist oft ungerecht»

Tausende Schüler sitzen in der falschen Klasse. So das Ergebnis einer Studie. Auch die Zentralschweizer Schulmodelle haben Nachteile.

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Im Kanton Luzern werden die Schüler in Niveau-Klassen eingeteilt, so auch in Root. Im Bild die 1. Klasse Niveau im Schulhaus Widmermatt. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Im Kanton Luzern werden die Schüler in Niveau-Klassen eingeteilt, so auch in Root. Im Bild die 1. Klasse Niveau im Schulhaus Widmermatt. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

«Die Einteilung von Schülern in einen Schultyp ist oft nicht transparent und oft ungerecht», sagt Bildungsforscher Urs Moser. In einer Gemeinde werde einem Schüler Sek-Niveau attestiert, in einer anderen Gemeinde gelte er als Realschüler. Die Aussage Mosers wird vom Schwyzer Bildungsdirektor Walter Stählin bestätigt: «Auch wir haben festgestellt, dass ein Realschüler in einigen Fächern Sek-Niveau haben kann.» Die Mehrheit der Zentralschweizer Kantone hat deshalb das Schulsystem auf integrierte und kooperative Modelle umgestellt.

Allerdings haben auch diese Modelle Nachteile. Für Lehrbetriebe sind sie wenig verständlich. «Die meisten Betriebe sind vor allem an einer zuverlässigen Beurteilung der Schüler interessiert», sagt der Forscher. Deshalb mache es Sinn, die Schüler im Zweifelsfalle eher in die Sekundar- als in die Realschule zu schicken. «Es wird oftmals zu wenig wahrgenommen und anerkannt, dass ein hervorragender Realschüler mindestens gleich viel leisten kann wie ein schlechter Sekundarschüler.»

red.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.