SCHULE: Zweijähriger Kindergarten oder Basisstufe

Jede Luzerner Gemeinde soll einen zweijährigen Kindergarten anbieten. So will es die Regierung. Das kostet bis zu 15 Millionen Franken.

Drucken
Teilen
Bildungsdirektor Anton Schwingruber informierte über die geplanten Änderungen. (Bild apimedia)

Bildungsdirektor Anton Schwingruber informierte über die geplanten Änderungen. (Bild apimedia)

Der Eintritt in die Schule soll neu gestaltet werden: Alle Gemeinden im Kanton Luzern sollen einen zweijährigen Kindergarten anbieten. Dies schlägt der Luzerner Regierungsrat vor. Für die Kinder ist der Besuch eines zweiten Kindergartenjahres weiterhin freiwillig. Der Entscheid liege bei den Eltern, wie die Staatskanzlei schreibt. Neben dem Zweijahreskindergarten sollen die Gemeinden alternativ auch die Basisstufe anbieten können.

Nur noch zwei Modelle in der Sekundarschule
Auch in der Sekundarschule soll es Änderungen geben. Gegenüber den vier heutigen Niveaus soll es in Zukunft nur noch zwei geben: ein kooperatives Modell mit zwei leistungsdifferenzierten Klassen sowie ein integriertes Modell mit einer nicht leistungsdifferenzierten Klasse.

Eltern miteinbeziehen
Die Erziehungsverantwortung der Eltern soll im Gesetz stärker verankert werden. Schulleitung und Lehrpersonen sollen diese zur Teilnahme an wichtigen Informationsveranstaltungen und Gesprächen verpflichten können. Kommen die Eltern ihren Pflichten nicht nach, können von der Schulpflege Elternbildungskurse oder eine Erziehungsberatung angeordnet oder eine Ordnungsbusse ausgesprochen werden.

Abstimmung voraussichtlich 2011
Die Einführung des zweijährigen Kindergartenangebots hat finanzielle Auswirkungen für etwa 40 Gemeinden. Dies führt zu einer Erhöhung der Betriebskosten um rund 15,3 Millionen Franken. Davon werden 25 Prozent vom Kanton übernommen.

Die nun vorliegende Botschaft ist das Resultat einer breiten Vernehmlassung vom Januar, bei der 706 Stellungnahmen unter anderem von Parteien, Gemeinden, Bildungspartnern, Lehrerverbänden und ganzen Schulhausteams eingegangen sind.

rem