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Schulhaus Würzenbach: Ausbau
soll nun ohne Provisorium erfolgen

Für die Erweiterung der Schulanlage Würzenbach beantragt der Luzerner Stadtrat einen Kredit über 8,65 Millionen Franken. Er will künftig voll auf erneuerbare Energien setzen.
Sandra Monika Ziegler
So soll der aufgestockte Spezialtrakt A des Schulhauses Würzenbach aussehen. (Visualisierung: Auf der Maur & Böschenstein Architekten ETH/HTL)

So soll der aufgestockte Spezialtrakt A des Schulhauses Würzenbach aussehen. (Visualisierung: Auf der Maur & Böschenstein Architekten ETH/HTL)

Das Quartier Seeburg-Würzenbach-Büttenen boomt, der Generationenwechsel setzte früher als prognostiziert ein. Überraschend schnell ist deshalb auch die Schülerzahl im Schulkreis Würzenbach/Büttenen gewachsen. Die dort bestehende Infrastruktur stösst damit an ihre Grenzen.

Das hat den Luzerner Stadtrat veranlasst, schneller als geplant den Erweiterungsbau voranzutreiben. Den ersten Vorschlag hat die Baukommission des Grossen Stadtrates im Mai 2018 an den Stadtrat zurückgewiesen, wie wir berichteten. Nun liegt das überarbeitete Projekt vor. Der Stadtrat beantragt dazu beim Grossen Stadtrat einen Kredit über 8,645 Millionen Franken.

Stadt prüfte mehrere Varianten

Mit der Rückweisung hat die Baukommission den Auftrag zu einer vertieften Planungsarbeit bis Stufe Bauprojekt gefordert. Die Kommission wollte damit nichts unversucht lassen, Alternativen für den zu Beginn geplanten Bau eines Provisoriums, das im Falle einer Bauverzögerung erstellt worden wäre, zu finden. Gleichzeitig wollte sie auch die Erneuerung der Wärmeerzeugung für das gesamte Areal abgeklärt haben.

Der Stadtrat hat in der Folge drei Varianten geprüft. Im am Montag vorgestellten Projekt liegt der Fokus bei der Aufstockung des Spezialtraktes A. Geprüft wurde aber auch die Variante eines Zusatzneubaus. Dieses Projekt wurde unter anderem aus «nachteiliger Wirtschaftlichkeit» und dem Widerspruch gegenüber den raumplanerischen Zielen des Luzerner Stadtrates fallen gelassen.

Als dritte Variante wurde die Wiederinbetriebnahme des Schulhauses Schädrüti als Primarschulhaus durchgerechnet. Das Ergebnis zeigte, dass diese Variante mit höheren Betriebskosten und einem unverhältnismässigen Aufwand verbunden wäre, es wurde deshalb nicht weiter verfolgt. Der Stadtrat sieht in der Aufstockung die optimale Lösung. Damit seien die pädagogischen, betrieblichen und auch wirtschaftlichen Ansprüche erfüllt.

Beim aktuellen Projekt des Erweiterungsbaues ist die Erstellung eines Provisoriums gestrichen und bestehende Spielflächen bleiben erhalten. Da der eingeschossige Aufbau exakt die Aussenabmessung des bestehenden Obergeschosses hat, kann auf eine zusätzliche Pfählung ebenfalls verzichtet werden. Auch muss die Fassade, da in «relativ guten Zustand», nicht erneuert werden, wie die Luzerner Baudirektorin Manuela Jost (GLP) erklärt. Jost fügt an: «Und auf ein Provisorium kann verzichtet werden, weil die Klassen während den Bauarbeiten Räume in anderen Schultrakten und im ehemaligen Schulhaus Schadrüti nutzen können.»

Bauarbeiten bis Sommer 2020 abgeschlossen

Der Raumbedarf sei auch akut gestiegen, weil immer mehr Kinder für das freiwillige zweite Kindergartenjahr angemeldet werden. Gestartet werden die Bauarbeiten zwischen den Oster- und den Sommerferien. Bis im August 2020 sollten die Erweiterungsbauten abgeschlossen sein. Die Aufstockung des Traktes A erfolgt in der Holzelementbauweise. Ziel ist es, die bisher 13 Klassenräume auf 16 Räume aufzustocken.

Zudem sollen dort auch noch Räume für das schulergänzende Betreuungsangebot, die Musikschule und die Bibliothek zur Verfügung gestellt werden. Sie wurde bereits im Jahr 2013 zu Gunsten eines zusätzlichen Kindergartens ins benachbarte «Romerohaus» ausgelagert und schlug mit 41'000 Franken Miete pro Jahr zu Buche. Das fällt dann weg.

Im beantragten Kredit sind auch die Kosten von 1,403 Millionen Franken für den Ersatz der Wärmeerzeugung einberechnet. Geplant wird mit zu 100 Prozent erneuerbaren Energien. So sollen die Trakte A, B und C mit einer Erdsonden-Wärmepumpenheizung ausgestattet werden. Für die Turnhallen wird eine Pelletheizung eingerichtet und auf dem Trakt A zusätzlich eine Fotovoltaik-Anlage montiert.

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