Schutzbauten blockieren neue Projekte

Die Laui-Verbauung in Sörenberg ist erst 2014 fertig. Bis dann darf an vielen Häusern nicht gebaut werden. Neue Zweitwohnungen sind damit faktisch bereits verunmöglicht.

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Ein Geschiebesammler der Schutzverbauung Laui in Sörenberg, aufgenommen im März 2011. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Ein Geschiebesammler der Schutzverbauung Laui in Sörenberg, aufgenommen im März 2011. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Die Annahme der Zweitwohnungsinitiative hat in Flühli-Sörenberg für grosse Enttäuschung gesorgt. Die Gemeinde mit einem Zweitwohnungsanteil von gut 60 Prozent fürchtet, dass der Tourismus einen Stillstand erleidet. Nun zeigt sich, dass für einen beträchtlichen Teil des Ortsgebiets nicht einmal die grosszügige Interpretation des Kantons Luzern gilt, wonach Baugesuche für Zweitwohnungen bis Ende Jahr bewilligt werden dürfen. Ursache dafür sind die Verbauungen im Bergsturzgebiet Laui.

Schutzverbauung für 600 Häuser

Die Schutzbauten für rund 600 Häuser unterhalb des Laui-Hanges in Sörenberg laufen seit 2009. Bis sie ganz abgeschlossen sind, dauert es voraussichtlich bis 2014. In der Zwischenzeit darf in den meisten Bereichen dieses Siedlungsgebiets aus Sicherheitsgründen nicht neu gebaut werden. «Viele Besitzer von Ferienhäusern warten auf den Abschluss der Verbauungsarbeiten, um ihr Haus umzubauen oder einen Ersatzneubau zu erstellen», sagt Gemeindeammann Hans Lipp. «Andere haben eine Parzelle in Aussicht oder gekauft und ein praktisch fertiges Bauprojekt in der Schublade. Sie warten ebenfalls ab.» Einzelne Korridore sind zwar bereits vor Murgängen aus dem Bergsturzgebiet gesichert oder werden es voraussichtlich im Laufe dieses Jahres sein. Die meisten Eigentümer müssen aber das Ende der Bauarbeiten im Jahr 2014 abwarten. «Sie haben keine Chance, dieses Jahr noch ein Baugesuch für eine Zweitwohnung einzureichen», sagt Hans Lipp. Und spätestens 2013 darf Flühli keine solchen Gesuche mehr bewilligen, da dann die Beschränkung durch die Initiative gilt.

Karin Winistörfer

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