Schwache Schüler chancenlos?

Der Luzerner Bildungsdirektor Reto Wyss möchte Trainingslager für schwache Schüler einführen. Was halten Lehrmeister von dieser Idee?

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Ein Lernender führt Bohrungen aus. (Bild: Manuela Jans Neue LZ)

Ein Lernender führt Bohrungen aus. (Bild: Manuela Jans Neue LZ)

Pro Jahr verlassen im Kanton Luzern rund 3800 Schüler die Schule nach dem obligatorischen neunten Schuljahr. 700 von ihnen können nicht sofort eine Lehrstelle in Angriff nehmen. Meistens, weil sie die Voraussetzungen für einen Eintritt in die Berufsbildung noch nicht mitbringen. Sie werden dann einem kantonalen Brückenangebot zugewiesen. Der Luzerner Bildungsdirektor Reto Wyss möchte nun schwache Schüler im letzten Schuljahr in sogenannten <strong>&laquo;Trainingslagern&raquo;</strong> fit für die Berufsbildung machen.

Die Luzerner Lehrmeister halten offensichtlich viel von dieser Idee, denn wer sich in den Werkstätten und bei den Ausbildnern umhört, kriegt immer wieder dieselbe Antwort: «Lesen, rechnen, schreiben, das ist wichtig. Wer das nicht kann, ist fehl am Platz», sagt etwa Pius Müller, Zentralvorstandsmitglied des Gewerbeverbands des Kantons Luzern und SVP-Kantonsrat. Er bietet in seiner Spenglerei in Ruswil jeweils zwei Bauspenglern einen Ausbildungsplatz an. Denn das "Brückenangebot" habe «immer einen Beigeschmack», sagt etwa Thomas Niggli, Lehrlingsbeauftrager der Hochbaufirma Aregger in Buttisholz bei einer Umfrage unserer Zeitung.

Thomas Oswald

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