Schwarze Null – aber tiefe Selbstfinanzierung

Über alle Luzerner Gemeinden gesehen hielten sich Aufwand und Ertrag im Rechnungsjahr 2011 annähernd die Waage. Die Selbstfinanzierung fiel dagegen auf den tiefsten Stand seit 2001.

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Die Luzerner Gemeindefinanzen schliessen 2011 mit einer schwarzen Null. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Die Luzerner Gemeindefinanzen schliessen 2011 mit einer schwarzen Null. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Die Luzerner Gemeinden schlossen das Rechnungsjahr 2011 über den ganzen Kanton betrachtet mit einer schwarzen Null ab. Bei einem Ertragsüberschuss von 8,5 Millionen Franken hielten sich Aufwand und Ertrag annähernd die Waage. Die Nettoschuld pro Einwohnerin und Einwohner blieb im Kantonsmittel beinahe unverändert bei 2'263 Franken, 6 Franken weniger als im Vorjahr. Finanzierungsseitig entstand ein kleiner Fehlbetrag von 10,6 Millionen Franken.

Luzern, Kriens und Emmen mit tiefer Selbstfinanzierung

Die Selbstfinanzierung fiel dagegen auf den tiefsten Stand seit 2001. Zugleich ging laut einer Mitteilung von Lustat Statistik Luzern auch das Investitionsvolumen auf ein unterdurchschnittliches Niveau zurück. Vor allem die drei Agglomerationsgemeinden Luzern, Kriens und Emmen wiesen hohe Aufwandüberschüsse aus und konnten ihre Investitionstätigkeit zu bedeutenden Teilen nicht aus eigenen Mitteln finanzieren.

Im Jahr 2011 hielten 54 der 87 Luzerner Gemeinden die Grenzwerte bei allen sieben Finanzkennzahlen ein. Besonders Gemeinden in strukturschwächeren Regionen konnten ihre finanzielle Lage weiter stabilisieren.

pd/bep