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Familie Felders Geburtstagsgeschenk für die Schweiz steht in Schwarzenberg

Inmitten einer Wiese prangt zum Nationalfeiertag Jahr für Jahr ein grosses Schweizerkreuz aus hohem Gras. Das erfreut Betrachter. Und die Macher noch viel mehr.
Sandra Monika Ziegler

Bereits im Dorf Malters weiss man vom Kreuz in der Wiese. «Da müssen Sie nur nach Schwarzenberg hinauf, auf der Höhe sehen Sie es schon», bekommt zu hören, wer sich in Malters über die besondere Aktion und deren Schöpfer erkundigt.

Verantwortlich für das Werk ist Familie Felder, die einen Bauernhof mit Milchwirtschaft am Bachhof betreibt. Grossmutter Marie Felder sitzt am heimischen Küchentisch und berichtet vom Kunstwerk, das von ihrem Sohn, dessen Frau und den vier Kindern stammt. Schon früher habe man von hier aus immer ein Kreuz auf einer Wiese Richtung Pilatus gesehen. «Aber auf einmal ist es verschwunden», so Marie Felder. Da hätte sich die Schwarzenberger Bauernfamilie entschieden, die Idee wieder aufzunehmen. Seit sechs oder sieben Jahren würde es das Kreuz nun geben.

Ein Familienwerk: Das gemähte Kreuz ob dem Bachhof in Schwarzenberg. (Bild: Pius Amrein (Schwarzenberg, 30. Juli 2018))

Ein Familienwerk: Das gemähte Kreuz ob dem Bachhof in Schwarzenberg. (Bild: Pius Amrein (Schwarzenberg, 30. Juli 2018))

Schweiss, Fleiss und Konzentration gefordert

Der geeignete Platz befindet sich auf einer Wiese oberhalb des Bachhofs. Bevor es die Betrachter verzücken kann, müssen aber zuerst die Masse festgelegt werden. «Wir schätzen die längste Distanz im Kreuz auf etwa 10 Meter», sagt Marie Felder. Sind die Abstände klar, kommt der Mäher zum Einsatz. Eine Arbeit, die viel Schweiss, Fleiss und Konzentration erfordert. Denn ein Schlenker in einer Kante wäre von weit her zu sehen und würde sich nicht gut machen – denn eben: Wer nach Schwarzenberg bei Malters fährt, sieht von der Strasse aus das Kreuz rechts am Hang schon bald einmal.

Normalerweise stecken Felders entlang der Kreuzkanten etliche Fackeln, die im gleichen Abstand angeordnet sind. «Das sind immer etwa an die 40 Stück gewesen», sagt Marie Felder.

Feuerverbot trübt die Stimmung nicht

Der krönende Abschluss der Aktion sei jeweils der Abend des 31. Julis, wenn die Fackeln entzündet werden, sobald es dunkel ist. Doch dieses Jahr wird nichts daraus. Denn seit Montag 9 Uhr hat der Kanton Luzern wegen der anhaltenden Trockenheit ein absolutes Feuerverbot im Freien erlassen; dazu gehört auch das Abbrennen von Fackeln (Artikel vom 30. Juli). Aber das Verbot trübt die Freude von Familie Felder über den Nationalfeiertag nur geringfügig. Traditionsgemäss trifft sich ein Grossteil der Familie am 1. August – vier Geschwister samt Familie kämen vorbei. Dann werde zusammen gegessen, getrunken und geredet. Und das sei immer so – ganz unabhängig vom Wetter.

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