SCHWARZGELD: Nachbarn verpfeifen Steuersünder

Ob vom Nachbarn, der Ex-Frau oder dem eigenen Angestellten – wer Steuern hinterzieht, muss jederzeit damit rechnen, beim Amt verraten zu werden.

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(Symbolbild Boris Bürgisser/Neue lZ)

(Symbolbild Boris Bürgisser/Neue lZ)

Wie der Bereichsleiter der Dienststelle Steuern des Kantons Luzern, Paul Furrer, bestätigt, kommt es regelmässig vor, dass Steuersünder von Drittpersonen verpfiffen werden. «Jährlich gibt es schätzungsweise 100 bis 200 solche Fälle », sagt Furrer. Meist seien es «kleine Fische», die gemeldet würden. Aber in der Summe würden auch diese was bringen. Wie hoch die Mehreinnahmen genau sind, kann Furrer nicht beziffern. Er schätzt die Zahl für den Kanton Luzern auf eine halbe bis eine Million Franken pro Jahr.

Viele Hinweise gehen anonym ein. Wenn sie konkret genug sind, werden die Steuerbehörden aktiv. «Wir überprüfen zum Beispiel, ob das Geld aus dem Nebenerwerb tatsächlich versteuert ist», sagt Furrer. Die Namen der Denunzianten werden unter Verschluss gehalten. Furrer: «Die meisten Steuersünder können sich in etwa denken, wer sie gemeldet hat.»

Pascal Imbach

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ihrer Zentralschweiz am Sonntag.