Schweizer Felle werden entsorgt

Pelztragen ist wieder im Trend. Aber während immer mehr Felle importiert werden, erhalten Schweizer Jäger für ihre Fuchspelze nur sehr wenig Geld.

Thomas Heer
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Preist seine Ware an: ein Jäger am Pelz- und Fellmarkt in Thun. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Preist seine Ware an: ein Jäger am Pelz- und Fellmarkt in Thun. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Am 25. Februar findet in Sursee der Zentralschweizer «Fäälimäärt» statt. Es ist ein Termin, den sich viele Jäger nicht entgehen lassen. Denn neben geselligem Beisammensein und der Generalversammlung von Revierjagd Luzern geht es für die Waidmänner auch darum, aus ihrer Passion ein wenig Profit zu schlagen. Vor allem Fuchspelze gilt es dann, an die Händler zu verkaufen. 407 Stück waren es im vergangenen Jahr. Der Preis pro Fuchsbalg lag zwischen 15 und 20 Franken.

Einst 80 Franken pro Stück

Das sind bescheidene Beträge. Denn der Aufwand, ein Fuchsfell für den Verkauf zu präparieren, muss in Stunden bemessen werden. Früher zahlte sich diese Arbeit besser aus. In den 1980er-Jahren habe der Jäger noch rund 80 Franken pro Fuchsbalg gelöst, wie sich Walter Steffen, Präsident der Revierjagd Luzern erinnert. Die in Sursee verkauften Fuchsfelle sind allerdings nur ein Bruchteil von den allein im Kanton Luzern geschossenen Tieren. In der Jagdsaison 2012/2013 wurden nämlich 2502 Tiere erlegt. Das lässt den Schluss zu, dass viele Fuchsfelle einfach im Güsel landen.