Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

«Schweizerhof»-Lichterstreit: Stadt Luzern und Hotel begraben das Kriegsbeil

Nun ist es amtlich bewilligt: Die farbigen Fensterbeleuchtungen des Hotels Schweizerhof in Luzern dürfen an rund 270 Tagen im Jahr leuchten. Darauf haben sich die Stadt Luzern und die Hotelbesitzerfamilie geeinigt.
Stefan Dähler
Alles so schön bunt hier: Aussenansicht des Hotels Schweizerhof. (Bild: Pius Amrein, Luzern 30. August 2016)

Alles so schön bunt hier: Aussenansicht des Hotels Schweizerhof. (Bild: Pius Amrein, Luzern 30. August 2016)

Nach rund fünf Jahren ist der Luzerner Lichterstreit endlich vorbei. Das Hotel Schweizerhof und die Stadt Luzern haben sich auf eine gemeinsame Lösung geeinigt. Schweizerhof-Mitinhaber Patrick Hauser bestätigt auf Anfrage den entsprechenden Hinweis eines Lesers:

«Wir haben die Baubewilligung erhalten und sind froh, eine Lösung gefunden zu haben, die für beide Seiten stimmt.»

Diese sieht so aus, dass die bunten Fensterbeleuchtungen bleiben – mit der Einschränkung, dass sie nicht täglich, sondern nur an rund 270 Tagen im Jahr leuchten dürfen. Von der städtischen Baudirektion konnte am Freitagabend kurzfristig niemand zum Thema Auskunft geben.

Montiert wurden die farbigen Lichter bereits im Mai 2014 im Rahmen einer Renovation der Hotelzimmer. Dass sie nun bestehen bleiben dürfen, kommt nicht ganz überraschend. Im Jahr 2017 hat das Hotel Schweizerhof bereits vor Kantonsgericht einen Teilsieg errungen: Nachdem die Stadt eine nachträglich eingereichte Baubewilligung verweigert hatte, hob das Gericht diesen Entscheid wieder auf (wir berichteten).

«Nicht mit Kunstlichtreglement vereinbar»

Die Stadt begründete die Nichterteilung der Baubewilligung damals damit, dass die farbigen Lichter nicht mit dem städtischen Kunstlichtreglement vereinbar seien. Und: Die farbigen Fenster widersprächen dem Plan Lumière, der nur weisses Licht vorsieht. Das Kantonsgericht dagegen kam zum Schluss, dass die Beleuchtung nicht unter den Anwendungsbereich des Reglements fällt. Dies, weil der «Schweizerhof» nicht von aussen farbig angestrahlt wird, sondern die Installation von innen heraus die Fenster beleuchtet.

Baubewilligungspflichtig seien die farbigen Lichter dennoch, so das Gericht damals. Auch, weil sie das äussere Erscheinungsbild des Hotels erheblich verändert habe. Das Gericht wies die Stadt an, das Baugesuch nochmals zu prüfen – was nun, mit einem anderen Resultat, passiert ist.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.