SCHWEIZERHOFQUAI: 17 Kastanienbäume stehen nun nicht mehr

In der Nacht auf Dienstag war es so weit: Im Zuge der Neugestaltung des Stadtluzerner Schweizerhofquais mussten zahlreiche Bäume dran glauben.

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Ungewohntes Bild: Die gekappte Baumreihe am Schweizerhofquai. (Bild Dave Schläpfer/Neue LZ)

Ungewohntes Bild: Die gekappte Baumreihe am Schweizerhofquai. (Bild Dave Schläpfer/Neue LZ)

Die nun gefällte, strassenseitige Baumreihe am Quai, die aus 17 Kastanienbäumen bestand, wird später durch eine neue Baumreihe rund zwei Meter näher beim See ersetzt. Dies ergibt laut einer früheren Medienmitteilung der Stadt Luzern einerseits für die Bäume eine verbesserte Lebensgrundlage, da die Baumkronen nicht mehr einseitig beschnitten werden müssen, wie das bis anhin wegen der Busleitung der Fall war.

Andererseits kann der Velostreifen bis zum Luzernerhof künftig strassenseitig der Baumreihe geführt werden. Die Bäume werden enger gesetzt, damit eine stärkere Abschirmung gegenüber dem Strassenraum entsteht – von 42 kleineren Kastanien ist die Rede. «Künftig gehört der Platz zwischen den Baumreihen wieder ganz den Fussgängern», hiess es in der Medienmitteilung weiter. Gemäss Baudirektor Kurt Bieder wird mit fünf Jahren gerechnet, bis das Pflanzendach wieder geschlossen ist. Die seeseitige Baumreihe wird unverändert belassen.

Arbeiter beim Entfernen loser Äste bei der seeseitigen Baumreihe. 
(Bild Dave Schläpfer/Zisch)

Die Pläne zur Neugestaltung des Schweizerhofquais bestehen schon seit den 1990er-Jahren. Das in verschiedenen Varianten geäusserte Vorhaben, Bäume am Schweizerhofquai zu fällen, hatte auf der politischen Ebene immer wieder für zahlreiche kontroverse Diskussionen gesorgt. So hatten die Stimmberechtigten der Stadt Luzern am 21. Mai 2000 eine Vorlage des Stadtrats abgelehnt, bei der 29 Bäume – 140 Jahre alt gemäss dem Referendumskomitee – gefällt hätten werden sollen.

scd