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SCHWEIZERHOFQUAI: Historischer Steg wird saniert

Die Landungsbrücke beim Schweizerhofquai muss auf Vordermann gebracht werden. Als Vorbild dient der Zustand von 1958.
Bruno Bachmann
Bereits seit 1870 legen an dieser Brücke beim Schweizerhofquai Schiffe an. (Bild Dominik Wunderli)

Bereits seit 1870 legen an dieser Brücke beim Schweizerhofquai Schiffe an. (Bild Dominik Wunderli)

An der Landungsbrücke L7 am Luzerner Seebecken findet in diesen Frühlingstagen so manche unvergessliche Schifffahrt ihren Anfang. Nun soll der historische Landungssteg am Schweizerhofquai saniert werden. Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) hat beim Bundesamt für Verkehr ein entsprechendes Plangenehmigungsgesuch eingereicht (siehe Hinweis).

Während Jahren war die Landungsbrücke von der SGV nur sporadisch für Extrafahrten benutzt worden. Mit der Inbetriebnahme der Panorama-Yacht Saphir im Jahr 2012 wurde die Brücke wieder regelmässig für Rundfahrten mit dem neuen Schiff genutzt. Aufgrund ihres schlechten statischen Zustands wurde sie damals aber lediglich einer notdürftigen Reparatur unterzogen. Die Herausforderung: Die Stahlkonstruktion, welche den Steg trägt, ist teilweise durchgerostet und muss ersetzt werden. Damit der Steg trotzdem in Betrieb genommen werden konnte, wurde er in einem ersten Schritt verstärkt.

SGV baut Kassenhäuschen

Nun soll die Brücke einer Generalrevision unterzogen werden und die Tragstruktur saniert respektive ersetzt werden. Die historische Brücke steht zwar nicht unter Denkmalschutz. Da sie aber im Inventar der Hotel- und Tourismusbauten als bedeutend eingestuft ist und sich an repräsentativer Lage am See sowie in der Ortsbildschutzzone befindet, wurde die kantonale Denkmalpflege ins Baubewilligungsverfahren einbezogen. In Absprache mit dem Denkmalschutz sollen die Stahlkonstruktion unter der Landungsbrücke, das Geländer sowie die zwei Kandelaber erhalten bleiben. Dazu wird das Geländer abgebaut und im Werk der SGV in Stand gesetzt, sodass das Erscheinungsbild des historischen Stegs bestehen bleibt.

Vor 144 Jahren erstellt

Die Landungsbrücke L7 blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: 1870 wurde sie als Holzkonstruktion mit einer Eisenverstärkung erstellt.

1925/26 erfolgte ihr Abriss. Dann wurde der heutige Landungssteg gebaut. «Die Landungsbrücke von 1925/26 wurde mit Metallsteg und Betonplatte konzipiert», sagt Cony Grünenfelder, kantonale Denkmalpflegerin. 1958 wurde zusätzlich ein Kassenhäuschen erstellt, das jedoch im Lauf der Jahre entfernt wurde. «Die geplante Revision strebt die Wiederinstandstellung der Brücke nach dem Vorbild des Jahres 1958 an, weshalb wieder ein Kassenhäuschen errichtet werden soll», sagt Christian Fischer, Leiter Finanzen und Controlling der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees. Dort können künftig Billette für Rundfahrten mit dem «Saphir» gekauft werden.

Kosten von 300 000 Franken

Die Bauarbeiten werden ausserhalb des Sommerfahrplans, zwischen Dezember 2014 und März 2015, ausgeführt. Im Winter finden keine Rundfahrten mit dem Saphir statt. Entsprechend wird der Personenverkehr durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt. Die Kosten des Projekts für die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees belaufen sich auf etwa 300 000 Franken.

2012 hatte die St.-Niklausen-Schiffgesellschaft (SNG), die im Bereich Schwanenplatz-Schweizerhofquai ihre Boote sowie den beliebten Pedalobetrieb anbietet, wegen der Gefährdung ihres Betriebs gegen die Anlegebewilligung der Panorama-Yacht an der Landungsbrücke L7 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen eingereicht. Diese wurde im Juli 2013 jedoch abgewiesen. «Die geplante Sanierung steht damit in keinem Zusammenhang», versichert Christian Fischer von der Schifffahrtsgesellschaft.

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