Schweizerin wegen Scheinehe verurteilt

Eine 48-jährige Schweizerin ist im Jahr 2009 mit einem Mann aus Serbien eine Scheinehe eingegangen. Nun wurde sie vom Amtsstatthalteramt Willisau mit einer Geldstrafe bestraft.

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Die beschuldigte Schweizerin flog im Mai 2009 nach Pristina, um dort einen - ihr bisher unbekannten, 29-jährigen Serben zu heiraten. Sie wollte ihm damit die Möglichkeit geben, in der Schweiz zu leben. Für die Scheinehe wurde ihr ein Geldbetrag von 15'000 Franken zugesichert. 5'000 Franken hatte sie nach der Heirat erhalten, wie die Staatsanwaltschaft Kanton Luzern am Dienstag mitteilte.

Das Geld wurde ihr einen Tag nach der Übergabe bei einem Einbruch in ihre Wohnung im Kanton Luzern gestohlen. Bei den Ermittlungen zum Einbruch ist die Scheinehe ist aufgeflogen. Dem Ehemann wurde eine Einreise in die Schweiz verweigert. Die Frau ist IV-Rentnerin und wollte mit dem Geld Schulden abzahlen.

Das Amtsstatthalteramt Willisau hat die Frau wegen Scheinehe mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je 100 Franken (davon 30 Tagessätze unbedingt) bestraft. Zudem hat sie die Untersuchungskosten zu bezahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.

pd/zim