Schwere Vorwürfe gegen Zuger Generalunternehmung nach Baustopp

Eine bekannte Zuger Generalunternehmung sieht sich derzeit mit massiven Anschuldigungen konfrontiert. Konkret geht es um eine Überbauung in der Bannäbni in Baar.

Ismail Osman
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Einer Zuger Generalunternehmung wird vorgeworfen, zahlungsunfähig zu sein. (Bild: Nadia Schärli, Luzern, 31. August 2012)

Einer Zuger Generalunternehmung wird vorgeworfen, zahlungsunfähig zu sein. (Bild: Nadia Schärli, Luzern, 31. August 2012)

In Baar befinden sich derzeit 20 Luxushäuser im Bau. Wie das Magazin «Beobachter» berichtet, seien die Arbeiten jedoch seit Mitte Dezember zum Erliegen gekommen.

Grund dafür sei die Zahlungsunfähigkeit seitens des Generalunternehmens, das von einem Deutschen Staatsbürger geführt wird. Sowohl die Bauherren wie auch die beteiligten Handwerker und Planer erheben schwere Vorwürfe. So habe die Generalunternehmung seit Monaten kaum mehr Rechnungen bezahlt. Die daraus folgenden Betreibungen würden sich auf mehrere Tausend bis gegen eine Million Franken pro Gläubigerfirma belaufen.

Firma ist auch in Horw aktiv

Derweil sollen mehrere Bauherren Gelder wegen Pfusch am Bau zurückbehalten. Eine der bereits fertiggestellten Wohneinheiten weise 65 Baumängel auf, heisst es im «Beobachter». Der Inhaber der Generalunternehmung weist gegenüber dem Magazin die Schuld von sich.

Gemäss «Beobachter» sorgt auch die Schwesterfirma Firma Auconia GmbH im luzernischen Horw für Fragezeichen. Diese hat von der Gemeinde vor rund einem Jahr Land im Baurecht abgeworben. Wegen Einsprachen sind aber bisher noch keine Arbeiten an der Überbauung Stirnrütipark ausgeführt worden. Die Gemeinde beobachtet die Entwicklungen kritisch.