Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Hochdorf: Schwitzen für 10'000 Turner

Am Freitag beginnt das Verbandsturnfest Seetal 2018. Die Vorbereitungen für den Grossanlass laufen auf Hochtouren. Eine schweisstreibende Arbeit, die trotzdem glücklich macht.
Natalie Ehrenzweig
Zivilschützer und Freiwillige helfen beim Aufbau eines Turnzeltes. (Bild: Eveline Beerkircher (Hochdorf, 5. Juni 2018))

Zivilschützer und Freiwillige helfen beim Aufbau eines Turnzeltes. (Bild: Eveline Beerkircher (Hochdorf, 5. Juni 2018))

Die Sonne scheint, die rund 20 Männer – Freiwillige und Zivilschützer – stellen gerade eines der beiden Turnzelte beim Schulhaus Avanti in Hochdorf auf: Die Vorbereitungen für das Verbandsturnfest Seetal 2018, das am Freitag startet, laufen auf Hochtouren. «Mit dem Aufbau haben wir am Dienstag letzte Woche angefangen», erklärt Bauchef Klaus Beer.

Doch ein Anlass, an dem 10000 Turner erwartet werden, braucht viel mehr Vorlaufzeit. Der Trägerverein und das OK wurden vor drei Jahren gegründet. «Vor zwei Jahren haben wir uns dann die Infrastruktur angeschaut und analysiert, was wir noch organisieren und leisten können und müssen», erinnert sich Roger von Moos, Infrastruktur-Chef und OK-Mitglied. Nach einiger Zeit war klar: Es braucht mehr Anlagen. «Deshalb stellen wir neben den Festzelten auch zwei Turnzelte auf», erläutert von Moos.

Die Erfahrung aus dem Alltag hilft

Zwischen 250 und 350 Stunden Freiwilligenarbeit haben Klaus Beer und Roger von Moos bisher etwa je geleistet. «Am Anfang habe ich die Zeit aufgeschrieben, dann aber aufgehört», meint der Infrastruktur-Chef schmunzelnd. «Diese Veranstaltungen sind ja gut für das Image des Dorfes. Das macht man aus purer Freude. Wenn die Besucher strahlen, ist das ein toller Lohn», betont Klaus Beer. Der pensionierte Bauunternehmer bringt durch seinen Beruf viel Erfahrung mit. «Ohne involviertes Bauunternehmen wäre so ein Anlass fast nicht mehr möglich. Das Organisieren der vielen Helfer fällt mir leicht, das wäre für jemanden ohne Erfahrung sicher schwieriger», meint er. Die Aufbauarbeiten laufen nach Plan. «Wenn wir am Freitag aber noch nicht mit allem fertig sind, haben wir ja zwischen den Austragungswochenenden noch ein paar Tage», sagt Roger von Moos.

Der Grossanlass Verbandsturnfest findet im Rhythmus von sechs Jahren statt. Man tauscht natürlich untereinander Erfahrungen aus. «Für meinen Bereich fallen eine knappe halbe Million Franken Budget an», weiss Roger von Moos. Das ergebe sich, so Klaus Beer, und sei vergleichbar mit anderen Anlässen.

Ohne die 2000 Schichten Freiwilligenarbeit sei so eine Veranstaltung nicht zu stemmen. «Für den Aufbau finden wir immer genug Helfer. Etwas harziger läuft es für die Nachtschichten an den Austragungstagen», sagt von Moos. Aber das werde auch noch klappen. Die Region hätte in letzter Zeit halt schon zwei Grossanlässe gehabt, der kantonale Musiktag in Eschenbach und das Schwingfest in Hohenrain. «Da sind zum Teil die gleichen Leute engagiert», sagt Klaus Beer.

Auch Seetal 2018 hatte erst Schwierigkeiten, alle OK-Funktionen zu besetzen. «Immer mehr Gemeinden sind nur Schlafgemeinden. Die Menschen fühlen sich nicht mehr so verwurzelt in ihrer Wohngemeinde. Ich denke, es wird für kommende Generationen eine Herausforderung werden, solche Anlässe zu organisieren», vermutet Roger von Moos.

Bis jetzt läuft in Hochdorf alles glatt. «Knacknüsse gibt es an der Veranstaltung selber. Wie zum Beispiel der Verkehr. Am zweiten Wochenende erwarten wir 6000 Turnende. Jeder, der mit dem öffentlichen Verkehr anreist, entlastet uns», betont Roger von Moos. Auch für stürmisches Wetter braucht es gute Vorbereitung. Man habe einen Wetterdienst abonniert, so bliebe eine Stunde Zeit für eine allfällige Evakuierung, die ebenfalls geplant sein wolle. «Wir haben auch darauf geachtet, dass die Böden befestigt sind, sodass die Menschen, sollte es regnen, nicht im Dreck stehen», so von Moos.

Wetter spielt den Arbeitern in die Karten

Die Pause ist vorbei, die Helfer machen sich wieder an den Aufbau des Turnzeltes. Klaus Beer und Roger von Moos klären, was an diesem Tag noch ansteht. So gilt es, Infotafeln und Wegweiser aufzustellen oder Böden für Grillstände zu bauen. «Aber bei diesem Wetter läuft die Arbeit natürlich fast von alleine», betont Klaus Beer lachend.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.