SCHWYZ: Mit dem Velo und zu Fuss nach Einsiedeln pilgern

Nach Einsiedeln pilgern in diesem Jahr auch der Luzerner Kantonsrats- und Regierungspräsident. Neu gestalten zudem die Dekanate und Synodalkreise die Gottesdienste vom Sonntag mit.

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Am 2. Mai werden sie voraussichtlich auf einem Teil der Fusswallfahrt dabei sein: Kantonsratspräsident Franz Wüest (rechts), Regierungspräsident Reto Wyss und Synodalverwalter Edi Wigger. (Bild: PD)

Am 2. Mai werden sie voraussichtlich auf einem Teil der Fusswallfahrt dabei sein: Kantonsratspräsident Franz Wüest (rechts), Regierungspräsident Reto Wyss und Synodalverwalter Edi Wigger. (Bild: PD)

Die diesjährige Landeswallfahrt zur Klosterkirche in Einsiedeln findet am Wochenende vom 2./3. Mai statt. Es ist ein ordentliches Stück Weg bis ins Klosterdorf: Rund 40 Kilometer, und schon morgens um 07.00 Uhr geht es los. Trotzdem pilgern Mal für Mal etwa 100 Personen zu Fuss nach Einsiedeln. Seit zwei Jahren nimmt gar eine wachsende Zahl Velofahrer die 75 Kilometer und 1000 Höhenmeter über die Ibergeregg unter die Räder.

Am Ziel reichen sich die beiden Gruppen guter Laune die Hand. «Die interessanten Gespräche unterwegs lassen einen die Strapazen einer langen Wanderung oder Velofahrt vergessen», sagt Synodalverwalter Edi Wigger. «Jedes Mal ist es ein tolles Gefühl, die Anhöhe des Katzenstricks zu erreichen, von wo aus man müde, aber zufrieden auf das Dorf Einsiedeln und die imposante Klosterkirche blicken kann.»

Die Fuss- wie Velowallfahrt sollen vor allem Gelegenheiten zur Begegnung sein. «Unterwegs nach Einsiedeln kommen Frauen und Männer miteinander ins Gespräch, die sich sonst nicht treffen würden», sagt Hubert Aregger (Wolhusen), Präsident des Vereins «Luzerner Landeswallfahrt zu Fuss nach Einsiedeln, unter dessen Dach auch die Velowallfahrt stattfindet. Der 2011 gegründete Verein hat zum Ziel, die jährliche Fuss- und Velowallfahrt nach Einsiedeln zu fördern.

Die Luzerner Landeswallfahrt nach Einsiedeln ist eine Jahrhunderte alte Tradition: die Fusswallfahrt gibt es seit 2001. Am offiziellen Tag, am Sonntag, empfängt der Abt von Einsiedeln die Luzerner Delegation persönlich, während der Samstag vor allem eine Gelegenheit zum Austausch ist, unabhängig von Herkunft oder Religion.

Einer, der das erste Mal dabei sein wird, ist Kantonsratspräsident Franz Wüest (Ettiswil). Er freue sich auf diesen Anlass, sagt er, «ehemalige Präsidenten und Präsidentinnen haben mir gesagt, sie hätten diese Wallfahrt als einen der Höhepunkte ihres Amtsjahrs empfunden. Es wird, so hoffe ich, wie im richtigen Leben sein; man kommt an.» Franz Wüest wird am Sonntag, 3. Mai, am offiziellen Wallfahrtstag, zusammen mit Regierungspräsident Reto Wyss die Luzerner Delegation anführen.

Die Eucharistiefeier in der Klosterkirche beginnt an diesem Tag um 09.30 Uhr, die Pilgerandacht um 14.00 Uhr. Die Vesper mit dem Salve Regina schliesst um 16.30 Uhr den Wallfahrtstag ab. Als erstes der sieben Dekanate und Synodalkreise gestaltet dieses Jahr Willisau die Gottesdienste vom Sonntag mit. Dekan Armin M. Betschart ist dafür mitverantwortlich. Gemeinsam unterwegs zu sein, lohne sich allemal, ob zu Fuss, mit dem Velo, Car oder Zug, weiss er aus eigener Erfahrung. Alle Luzerner seien «eingeladen, Maria Einsiedeln als Kraftort zu erleben und hier Mut und Zuversicht für ihren Alltag zu schöpfen.»

HINWEIS
Infos auf www.luzerner-landeswallfahrt.ch

red