Schwyz provoziert Bildungsstreit

Der Kanton Schwyz prüft den Ausstieg aus dem Konkordat. Dahinter steckt mehr als blosser Sparwillen.

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Entwicklung Anzahl Studenten aus den Konkordatskantonen. (Bild: Grafik Janina Noser/Neue LZ)

Entwicklung Anzahl Studenten aus den Konkordatskantonen. (Bild: Grafik Janina Noser/Neue LZ)

«Luzern hat uns mit dem PHZ-Entscheid provoziert, so dass die Idee entstand, einmal dieses Konkordat näher anzuschauen.» Das sagt der Schwyzer Bildungsdirektor Walter Stählin zum Plan seiner Regierung, aus dem Zentralschweizer Fachhochschulkonkordat auszusteigen. Es ist eine von insgesamt 21 möglichen Sparmassnahmen, die die Schwyzer Regierung ihrem Parlament präsentiert. Mit dem Ausstieg könnte Schwyz 2,8 Millionen Franken sparen. Stählin betont, dass die Schwyzer Jugendlichen unter dem Entscheid nicht zu leiden hätten – und dass es dabei in erster Linie ums sparen gehe.

Zug hebt den Warnfinger

Kritik am Kanton Luzern kommt jedoch auch von der Zuger Regierung: «Luzern vermittelt uns den Eindruck, eigenständiger werden und allein entscheiden zu wollen», sagt der Zuger FDP-Regierungsrat und Vizepräsident des Konkordatsrates, Matthias Michel. Er mahnt: Innerhalb von Konkordaten bestünden «klare Zusammenarbeitsregeln, die es zu beachten gilt». Michel könnte sich gar vorstellen, «dass ein Schwyzer Ausstieg einen Dominoeffekt haben könnte».

Der Luzerner Bildungsdirektor Anton Schwingruber bestätigt, dass es durchaus möglich sei, dass der Schwyzer Ausstiegsantrag auf emotionale Gründe zurückzuführen sei. Er sagt weiter: «Ein Austritt der Schwyzer wäre schade, aber kein Weltuntergang.»

Jürg auf der Maur

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.