Seeburg-Pächterin blitzt vor Bundesgericht ab

Das Bundesgericht hat eine Beschwerde der PSG Unternehmungen gegen die Auflösung des Seeburg-Pachtvertrages abgewiesen. Nun wollen die Hotelbesitzer den Betrieb selber übernehmen.

Simon Mathis
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Der Eingang zum Luzerner Hotel Seeburg.

Der Eingang zum Luzerner Hotel Seeburg.

Bild: Manuela Jans-Koch (13. Juni 2019)

Die St.Galler PSG Unternehmungen AG hat den Rechtsstreit um die Stadtluzerner Seeburg verloren. Die PSG ist Pächterin des Hotels. 2019 kam es zum Streit mit der Eigentümerin, der Seeburg Hotels AG. In der Folge wurde der Pachtvertrag aufgelöst. Dagegen erhob die PSG Beschwerde. Diese scheiterte bereits vor Bezirks- und Kantonsgericht. Nun hat auch das Bundesgericht die Beschwerde abgewiesen, wie einem Kurzurteil vom 15. Juli zu entnehmen ist. Ein begründetes Urteil liegt noch nicht vor.

Hintergrund des Streites sind Vorwürfe, welche die Eigentümerin an die Pächterin richtete. In einer Medienmitteilung vom Donnerstag schreibt die Seeburg Hotels AG von einer «Addition von Unwägbarkeiten», die der Reputation des Unternehmens geschadet habe. Die Rede ist unter anderem von unbezahlten Pachtzinsen und Lärmklagen aus der Nachbarschaft.

Die Pächterin PSG bestreitet die Vorwürfe weiterhin. Auf Anfrage betont ein Anwalt des Unternehmens, sämtliche Pachtzinsen seien beglichen worden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt war die PSG nach wie vor als Betreiberin des Restaurants und Hotels tätig. Nach dem Bundesgerichtsurteil will die Seeburg Hotels AG den Betrieb nun selber übernehmen, wie Verwaltungsratspräsident Martin Koller sagt.

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