Seelsorger hilft – ohne Anmeldung und gratis

Seit elf Jahren gibts in Zürich eine Bahnhofkirche. Nun lancieren Katholiken und Reformierte ein ähnliches Angebot in Luzern.

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Luzia Mumenthaler (links), Peter Willi, und Renate Förster vom Trägerverein. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Luzia Mumenthaler (links), Peter Willi, und Renate Förster vom Trägerverein. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

«Niederschwellige Seelsorge»: So heisst das Projekt, das ein ökumenischer Trägerverein umsetzen will. Nachdem das Thema bereits mehrere Jahre im Raum stand, wird die Idee jetzt konkret: Zum einen ist mit der Cafeteria in der reformierten Lukaskirche im Vögeligärtli ein Ort für das in der Zentralschweiz einmalige Projekt gefunden worden. Zum anderen läuft die Personalsuche: Zwei Pfarrer/-innen respektive Theologen sollen als Projektleiter und Seelsorger eingesetzt werden.

Die beiden ausgeschriebenen Teilzeitstellen von insgesamt 70 bis 90 Prozent sind vorerst auf drei Jahre befristet. So lange läuft das Pilotprojekt, das von offizieller Seite finanziert wird. Die Katholische Kirche Luzern bezahlt 130 000 Franken, die Reformierte Kirche Luzern 50'000 Franken.

«Ab August/September sollen Menschen in Luzern die Möglichkeit erhalten, ohne Anmeldung und mentale Barrieren mit einem Seelsorger über religiöse und existenzielle Fragen zu sprechen», sagt die katholische Theologin Renate Förster vom vierköpfigen Vereinsvorstand. Luzia Mumenthaler-Stofer, die im reformierten Kirchenvorstand tätig ist, ergänzt: «Damit wird auch eine Öffnung angestrebt: Nicht die Leute sollen zur Kirche kommen müssen – vielmehr kommt die Kirche zu den Leuten.» Als Vorbilder dienten etwa die Bahnhofkirche in Zürich und die Elisabethenkirche in Basel.

Dave Schläpfer

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