SEEtal

Auf dem Lindenberg in Hitzkirch werden Windräder nicht verboten

Die Windkraftgegner wollten in den Ortsteilen Müswangen, Hämikon und Sulz den Bau von Anlagen verhindern. Das Stimmvolk hat die Gemeindeinitiative klar abgelehnt.

Reto Bieri
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Die Windkraftanlage Lutersarni der CKW in Entlebuch.

Die Windkraftanlage Lutersarni der CKW in Entlebuch.

Bild: Pius Amrein (25. August 2015)

Seit Jahren wird auf dem Lindenberg geprüft, ob sich dieser als Gebiet für Windenergieanlagen eignet. Eine Gemeindeinitiative verlangte ein Verbot auf der Luzerner Seite. Das geht den Hitzkircher Stimmbürgerinnen und -bürgern zu weit. Sie haben eine entsprechende Gemeindeinitiative mit 1242 Nein- zu 858 Ja-Stimmen (Nein-Anteil von 59 Prozent) klar abgelehnt. Die Stimmbeteiligung liegt bei 57,4 Prozent.

Die Initiative verlangte, dass die Gemeinde Hitzkirch ihr Bau- und Zonenreglement so anpasst, dass in den Ortsteilen Hämikon, Sulz und Müswangen zum Schutz des Naherholungsgebietes Lindenberg keine Windenergieanlagen erstellt werden dürfen.

Für das Initiativkomitee sind die Grundwasservorkommen des Lindenbergs für die Trinkwasserversorgungen der umliegenden Gemeinden zu wichtig, als dass sie durch den Bau von riesigen Windkraftanlagen gefährdet werden dürfen.

Weiter führte das Initiativkomitee ins Feld, dass der unregelmässig anfallende jährliche Stromertrag zu wenig ergiebig und nicht planbar sein. Ein rentabler Betrieb sei nur mit hohen Subventionen möglich, die von der Bevölkerung über höhere Strompreise finanziert werden müssten.

Allgemeines Verbot ist für Gemeinderat nicht sinnvoll

Der Gemeinderat hatte die Initiative zur Ablehnung empfohlen. Er hat sich allerdings noch nicht für oder gegen den Bau von Windenergieanlagen positioniert. Aufgrund der übergeordneten Gesetze und Planungsinstrumente anerkennt der Gemeinderat jedoch die grundsätzliche Förderung der Windenergie und die Mitverantwortung für den Klimaschutz. Ob der Lindenberg allerdings dafür geeignet ist, lässt sich aus Sicht des Gemeinderates derzeit noch nicht beantworten. Eine sachliche Prüfung könne erst erfolgen, sobald konkrete Projektunterlagen inklusive dem Umweltverträglichkeitsbericht vorliegen. Ein allgemeines Verbot ist aus der Sicht des Gemeinderates daher nicht sinnvoll.

Update folgt

Visualisierung mit den vier geplanten Windrädern der Windpark Lindenberg AG, vom Hämikerberg in der Gemeinde Hitzkirch aus gesehen. Die Anlagen liegen auf der Aargauer Seite in der Gemeinde Beinwil im Freiamt.

Visualisierung mit den vier geplanten Windrädern der Windpark Lindenberg AG, vom Hämikerberg in der Gemeinde Hitzkirch aus gesehen. Die Anlagen liegen auf der Aargauer Seite in der Gemeinde Beinwil im Freiamt.

Bild: PD
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