Seetal
Neuer Escape-Room bringt den Kalten Krieg nach Hochdorf

Der Verein «s-cape» eröffnet noch dieses Jahr einen Escape-Room namens «Operation Volkoff».

Federico Gagliano
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Ein bisschen Sowjetunion in Hochdorf: Dies wird schon bald möglich sein – zumindest spielerisch als Escape-Room. Dahinter steckt aber, wie bei vielen anderen solchen Räumen, keine Firma, sondern ein Verein namens «s-cape». Das fünfköpfige Team hat den Wettbewerb für die Zwischennutzung der Räumlichkeiten an der Rosengasse 12 gewonnen und werkelt dort nun schon seit einigen Monaten an einem Raum namens «Operation Volkoff». Darin werden Spielerinnen und Spieler in die Rolle britischer Agenten während des Kalten Krieges schlüpfen. «Es soll eine kleine Zeitreise ins Jahr 1972 werden», verrät Jeanine Züsli, eines von fünf Vorstandsmitgliedern des Vereins.

Vier von fünf Köpfen des neuen Escape-Room in Hochdorf: (v.l.) Jeanine Züsli, Michael Estermann, Simona Estermann und Roli Züsli.

Vier von fünf Köpfen des neuen Escape-Room in Hochdorf: (v.l.) Jeanine Züsli, Michael Estermann, Simona Estermann und Roli Züsli.

Bild: Nadia Schärli (Hochdorf, 17. Oktober 2021)

Man habe darauf geachtet, alles möglichst authentisch einzurichten. Denn die Fünfergruppe besteht aus begeisterten Escape-Room-Spielern. Ihr Mann, Roli Züsli, habe über einen Freund von der Ausschreibung zur Zwischennutzung der Gemeinderäumlichkeiten gehört. Daraufhin haben sie mit ihren Freunden ein Konzept erarbeitet und es eingereicht – mit Erfolg.

Start im November

Seitdem seien sie alle mit dem Bau des Raums beschäftigt. Da sie alles ehrenamtlich in ihrer Freizeit machen, hat das einige Zeit in Anspruch genommen. Dazu kamen noch einige bauliche Hürden: steigende Holzpreise, nicht tapezierbare Wände, alte Stromleitungen, die es abzusichern gilt. Das alles habe sie einiges an Zeit und Geduld gekostet, sagt Züsli. «Aber es ist ein Leidenschaftsprojekt für uns.» Sie seien begeisterte Spielerinnen und Spieler. «Es ist toll, eine Stunde lang in einer anderen Welt abzutauchen. Man vergisst alles andere», erzählt sie.

Geplant ist der Start im November, sofern alle Arbeiten klappen. Der Escape-Room soll am Wochenende und freitagabends für zwei bis fünf Spielerinnen und Spieler offen sein, die Eintrittspreise sind noch nicht festgelegt. Unter der Woche soll man aber auf Anfrage auch rätseln können – je nachdem, ob jemand aus dem Verein Zeit hat. Momentan besteht dieser aus fünf Vorstandsmitgliedern: Roli Züsli (Präsident), Jeanine Züsli, Michael Estermann, Simona Estermann und Michael Handschuh. Zwei weitere Mitglieder helfen tatkräftig mit.

Die fünf hätten bewusst keine Firma gründen wollen. «Ein Verein zu gründen, war für uns die passende Wahl. Wir sind auch nicht gewinnorientiert. Ziel ist es erst einmal, die Investitionen wieder einzuholen», erklärt Züsli. Wie lange die Zwischennutzung dauern wird, ist unklar. Was danach kommt, sei noch offen. Falls der Raum auf grossen Anklang stosse, seien sie natürlich schon daran interessiert, mehr zu machen – vielleicht auch weitere Räume.

Mehr Infos auf s-cape.fun

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