SEETAL: Widerstand gegen neue Strasse im Seetal

Hochdorf, Ballwil und Eschenbach sollen vom Verkehr entlastet werden. Ein Komitee sammelt Unterschriften gegen die geplante Umfahrung.

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Mitten durch diese Seetaler Landschaft würde die geplante Talstrasse führen. (Bild: querfeldein.ch)

Mitten durch diese Seetaler Landschaft würde die geplante Talstrasse führen. (Bild: querfeldein.ch)

Die geplante Talstrasse führt durch bestes Landwirtschaftsland und Erholungsgebiet und würde dieses zerstören, schreibt die IG «Querfeldnein» in einer Mitteilung. Zu diese Zweck hat sie am Montag eine Petition lanciert und wehrt sich gegen das überrissene Talstrassenprojekt des Kantons.

Der Luzerner Regierungsrat und Kantonsrat sollen die teure Detail-Planung der Talstrasse beenden, das Projekt zurückstufen oder ganz darauf verzichten. Statt dessen sollen in einem offenen Prozess, gemeinsam mit der Bevölkerung, neue Lösungen gesucht und umgesetzt werden, um den Verkehr im Seetal ohne derart grossen Kulturlandverlust zu bewältigen, so die Forderung der Interessengemeinschaft.

Die Unterschriften werden dem Kantons- und Regierungsrat im Herbst überreicht. Das Strassenbauprogramm für die Jahre 2015 bis 2018 wird im November im Kantonsrat beraten.

Die weiträumige Umfahrung der Dörfer Eschenbach, Ballwil und Hochdorf ist seit Jahrzehnten ein Thema. Es kostet mindestens 110 Millionen Franken. Derzeit geht es um die Frage, wie die Talstrasse dereinst aussehen soll und welche Ideen aus den vier Vorschlägen überhaupt umgesetzt werden können.

rem

Mehr zum Thema am 13. Mai in der Neuen LZ.