SEETALER POKERTURNIER: Innert 11 Stunden restlos ausgebucht

Ein Novum in der Zentralschweiz: In Hochdorf wird an einem privaten Turnier erstmals um Geld gepokert. Möglicherweise auch gleich das letzte Mal.

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Wer wird beim Turnier das beste Blatt haben? (Bild Esther Michel/Neue LZ)

Wer wird beim Turnier das beste Blatt haben? (Bild Esther Michel/Neue LZ)

Pokern boomt. Und was in der Zentralschweiz bislang nur Casinos vorbehalten war, ist am Samstag nun auch in Hochdorf möglich: Pokern um Geld. «Eigentlich ist dies bereits das vierte Turnier, das wir organisieren», sagt Mauro De Simone von Seetal Funpromotion, die den Event auf die Beine stellt. Bisher durfte allerdings nur um Sachpreise und nicht um Geld gespielt werden. Nun hat sich dies geändert: Die Eidgenössische Spielbankenkommission hat das Turnier der Hochdorfer als Geschicklichkeits- und nicht als Glücksspiel qualifiziert und damit die Möglichkeit gegeben, auch um Bargeld zu spielen.

Riesiger Ansturm
300 Teilnehmer werden in Hochdorf erwartet. Sie alle mussten sich vorgängig anmelden. Der Ansturm war enorm: «Innert elf Stunden waren alle Plätze ausgebucht», sagt De Simone. Dabei hatte er das Anmeldeformular im Internet um Mitternacht freigeschaltet: «Ich bin extra früher aus dem Ausgang heimgekommen, da ich bereits Anrufe erhielt von Leuten, die sich anmelden wollten.»

Wer zu spät kam, dem bleibt nur eine kleine Chance: Er kann sich auf eine Warteliste setzen lassen. «Derzeit sind über 120 Personen auf der Warteliste. Die kommen zum Zug, wenn einer der Angemeldeten sein Startgeld nicht bezahlt», sagt De Simone. Dieses beträgt 100 Franken. Davon kommen 90 in den Pot, und 10 gehen an die Veranstalter, um Miete und andere Auslagen zu decken sowie um auch etwas daran zu verdienen. Dem Sieger des Turniers winken 25 Prozent des gesamten Preisgelds, also 6750 Franken. Geld gibts für die ersten 27 Plätze.

Das letzte Turnier um Geld?
Nicht bei allen stösst aber die Möglichkeit, legal um Geld zu pokern, auf Begeisterung: Der Schweizerische Casino-Verband hat gegen das Hochdorfer Pokerturnier und zwanzig weitere Veranstalter beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde eingelegt.

Michael Graber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.

Zisch hält Sie über den Ausgang des Turniers auf dem Laufenden.