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SEETALPLATZ: Neues Stadtzentrum kommt in Fahrt

Ab 2018 soll das Gebiet am Seetalplatz völlig neu überbaut werden. Die Neubauten sollen Emmenbrücke laut Gemeinderat «für Jahrhunderte» verändern.
Bild: Grafik Neue LZ

Bild: Grafik Neue LZ

Robert Knobel

Auf dem Seetalplatz laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Im Oktober wird die neue Umfahrungsstrasse für Reussbühl eröffnet. Doch mit dem Bau von neuen Strassen ist der Seetalplatz noch längst nicht fertig. Nach Abschluss der aktuellen Bauarbeiten soll das Gebiet rund um den Seetalplatz ab 2018 völlig neu überbaut werden. Gestern hat nun die Gemeinde Emmen die Bebauungspläne für vier Baufelder mit 26 000 Quadratmeternbebaubarer Fläche vorgestellt.

Verwaltung darf höher bauen

So soll etwa das Gebiet rund um den Bahnhof Emmenbrücke ein neues Gesicht erhalten. Unter anderem ist geplant, dass die kantonale Verwaltung dort 2022 oder 2023 einen zentralen Neubau für rund 1000 Mitarbeiter bezieht. Für diesen Bau hat der Kanton im Aufgaben- und Finanzplan 150 Millionen Franken reserviert, und zwar für die Jahre 2019 bis 2023. Der Kanton reiht den Verwaltungsneubau unter der Kategorie «dringliche Hochbauprojekte» ein. Entschieden ist zwar noch nichts, aber die Gemeinde Emmen hat bereits ein Zückerchen parat, um dem Kanton die Entscheidung für den Standort Emmenbrücke zu erleichtern: So sieht der Bebauungsplan maximal fünfgeschossige Gebäude vor. Wenn aber eine öffentliche Verwaltung mehr als 70 Prozent der Fläche nutzt, darf ein sechstes Geschoss gebaut werden.

Hotel neben dem Bahnhof

Daneben sollen weitere Büroräumlichkeiten sowie Wohnungen und Läden entstehen. Auch ein Hotel wäre neben dem Bahnhof möglich. Bereits in einem Jahr wird zudem der neue grosse Busbahnhof seinen Betrieb aufnehmen.

Zwei weitere grosse Baufelder befinden sich entlang des Ufers der Kleinen Emme. Flussabwärts soll eine grosse Wohnüberbauung mit total 36 000 Quadratmetern Geschossfläche entstehen. Neu überbaut werden soll auch das Areal, auf dem sich das Kino Maxx befindet. Das Kino soll zwar erhalten bleiben, doch rundherum sollen weitere publikumsintensive Angebote wie Restaurants und Läden entstehen.

Hochhäuser sind zwingend

Speziell ist, dass die Gemeinde Emmen vorschreibt, dass für jedes der vier Baufelder ein Hochhaus zwingend ist. Dies aus städtebaulichen Überlegungen. Wobei mit Hochhaus ein maximal elfgeschossiges Gebäude (38 Meter) gemeint ist. Höher ist nicht erlaubt, da sich das Gebiet in der Anflugschneise des Flugplatzes befindet.

Mit der Veröffentlichung der Bebauungspläne startet Emmen ein öffentliches Mitwirkungsverfahren. Das heisst, dass sich die Bevölkerung dazu äussern und eigene Ideen und Verbesserungsvorschläge einbringen kann. Im Dezember wird sich der Einwohnerrat damit befassen und im Mai 2016 definitiv entscheiden. Wenn bis Ende 2016 auch der Regierungsrat grünes Licht gibt, werden interessierte Investoren ab Ende 2018 mit dem Bau beginnen können. Rund die Hälfte der Baufläche gehört dem Kanton, der Rest ist Privateigentum. Der Emmer Bauvorsteher Josef Schmidli (CVP) sagt: «Wir haben Absichtserklärungen von Investoren, die am Seetalplatz bauen wollen.» Die Gemeinde will dabei jedes Bauprojekt eng begleiten – auch in architektonischer Hinsicht. So müssen die Bauherren Architekturwettbewerbe durchführen, bei denen Vertreter der Gemeinde in der Jury sitzen. «Wir bauen hier das neue Stadtzentrum von Luzern Nord, das Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte Bestand haben soll», sagt Schmidli.

Wochenmarkt auf dem Seetalplatz?

Im Zentrum all dieser Neubauten soll auch ein neuer «Dorfplatz» für Emmenbrücke entstehen: Es ist der eigentliche Seetalplatz – bisher ein unwirtlicher Verkehrsknoten. Dank geänderter Verkehrsführung wird der Verkehr dort deutlich abnehmen. Dafür soll ein öffentlicher Platz oder ein Park entstehen. Mögliche Nutzungen wären etwa für einen Wochenmarkt oder für Konzerte. Die Gemeinde wird 2016 hierfür einen Wettbewerb starten.

Die Überbauung rund um den Seetalplatz ist Teil eines noch grösseren Gebiets «Luzern Nord», wo in den kommenden Jahren 1500 neue Wohnungen und 4000 Arbeitsplätze entstehen sollen. Dazu gehören die Viscosistadt sowie Teile von Reussbühl.

Hinweis

Bebauungspläne und detaillierte Informationen finden Sie auf www.emmen.ch

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