Seetalstrasse
Chancen für die Nordumfahrung von Emmen Dorf schwinden

Der Gemeinderat Emmen nimmt ein Postulat entgegen, das ein Verzicht auf eine Nordumfahrung zur Entlastung der Seetalstrasse fordert. Er verspricht aber noch nichts.

Beatrice Vogel
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Sage und schreibe 30 Einwohnerrätinnen und Einwohnerräte haben ein Postulat unterzeichnet, das einen Verzicht auf eine Umfahrung von Emmen Dorf fordert. Die Nordumfahrung ist noch eine von zwei Hauptvarianten, die für eine Entlastung der Seetalstrasse geprüft werden. Die Emmer Politiker favorisieren die Variante Aufwertung mit Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) ohne zusätzliche Strasse.

Wie der Gemeinderat in seiner Antwort schreibt, ist er bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Zwar ist der Prüfungsprozess nicht abgeschlossen – erst im zweiten Halbjahr 2021 wird die Bestvariante vorliegen. Der Gemeinderat sei grundsätzlich der Meinung, dass die politische Beurteilung erst nach Abschluss der fachlichen Prüfung erfolgen sollte, schreibt er. Alle denkbaren Varianten sollten bis zum Schluss seriös und umfassend abgeklärt werden – danach gebe es «keinen Raum mehr für Spekulationen».

Umfahrung Nord nicht mehrheitsfähig

Dennoch verstehe er das Anliegen der Postulantinnen und Postulanten, so der Gemeinderat weiter. Auch er sehe im bisher Bekannten keine mehrheitsfähige Lösung in einer Umfahrung Nord. «Das Zwischenergebnis offenbart nun einen klareren Blick, wohin die Reise geht.» Dadurch nehme die politische Meinungsbildung Fahrt auf.

Obwohl er das Postulat entgegennimmt, verspricht der Gemeinderat nicht, dass er sich definitiv gegen eine Nordumfahrung einsetzen wird. Vielmehr schreibt er, er sei bereit zu prüfen, ob er sich für das BGK auf der heutigen Linienführung mit Verzicht auf die Umfahrung Emmen Dorf einsetzen soll.