Seid gegrüsst, ihr Clowns!

Einige Familien bleiben so lange in der Stadt, bis der Nachwuchs müde wird. Dies auch, weil der Chenderumzug immer länger wird.

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Impression vom Chender-Monschter in den Gassen der Altstadt Luzerns. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Impression vom Chender-Monschter in den Gassen der Altstadt Luzerns. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

«Es esch guet, es goht los!», lauteten am Dienstag die magischen Worte von Simone Wey von den Vereinigten Guuggenmusigen, Organisatorin des Chendermonschters. Die beiden uniformierten Polizisten (die waren echt!) machten pünktlich um 14.30 Uhr eingangs Rössligasse den Weg frei und liessen den Umzug starten.

Den Guuggerklängen folgten ein scheinbar nicht enden wollender Strom an wundersamen Gestalten. Mitunter wähnte man sich gar in einem Zoo: Stattliche Giraffen folgten eierlegenden Hühnern und staunenden Eulen. Eisbären schwitzten an der frühlingswarmen Sonne, und Mäuse und Katzen würdigten sich keines Blickes, da zum Glück alle in eine Richtung marschierten.

Bild: Pius Amrein / Neue LZ
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Konfetti und kauende Kinder

Fabelfiguren hatten sich offensichtlich auch zum Stelldichein verabredet: Piraten, Hexen und Gespenster zeigten sich erstaunlich freundlich gestimmt. Kein Wunder, Engel, Prinzessinnen, Bienli und bunte Clowns waren ja auch anwesend; da nimmt man sich schon mal zusammen.

Bonbons in allen Farben flogen fast ebenso häufig durch die Luft wie Konfetti. Schon kurz nach dem Start sah man die zuschauenden Kinder am Strassenrand praktisch synchron an ihren ergatterten Süssigkeiten herumkauen. Kakafonisch begleitet Seit zehn Jahren immer am Chendermonschter dabei sind die Ämmer Jazzis, welche mit zwanzig Hexen durch die Gassen zogen. Das ganze Sujet wird von den Mitgliedern selbst gefertigt, auch die elf- bis siebzehnjährigen Kinder und Jugendlichen helfen tatkräftig mit. «Wir bleiben so lange in der Stadt, bis der Nachwuchs müde wird. Das wird jedes Jahr später», verrät eine der Hexen.

Das erste Mal dabei war der siebenjährige Mika Aregger aus Ebikon mit seinen Eltern. «Mir hat ein Dinosaurierskelett am besten gefallen», verriet er – selber als Krokodil verkleidet – und biss in sein Guuggerbrötli, welches ihm am Umzugsende spendiert wurde.

Yvonne Imbach / Neue LZ