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Seilbahnpläne von Zürich über Kriens bis Genf

In der Schweiz gibt es noch keine Stadt-Seilbahn, aber diverse mehr oder weniger weit gereifte Projekte. Hier einige Beispiele:

Zürich: Seit 2008 gibt es konkrete Pläne für eine Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo auf dem Zürichberg. Wegen Einsprachen wurde das Projekt gestoppt. Es liegt seit kurzem mit einigen Änderungen neu öffentlich auf. Statt Achter- sind Zehnergondeln vorgesehen, die auch kinderwagentauglich und behindertengerecht sind. Stationen und Stützen wurden neu gestaltet, um sie optimal ins Landschaftsbild einzu­fügen. Das Ziel der Zoo Seilbahn AG ist nach wie vor, den Zoo Zürich auf einer neuen ÖV-Achse umweltfreundlich und komfortabe lzu erschliessen. Vom Knotenpunkt Stettbach soll die Bahn in bis zu 70 Metern Höhe zum knapp 2,2 Kilo­meter entfernten Zoo führen und bis zu 1800 Personen pro Stunde befördern. Die Initianten rechnen mit Investitionskosten von 26 Millionen Franken.

Zürich II: Die Zürcher Kantonalbank will zu ihrem 150-Jahr-Jubiläum eine 1300 Meter lange Gondelbahn realisieren. Sie soll ab Juni 2020 über das untere Seebecken zwischen Landiwiese und ­Zürihorn führen; der Betrieb ist auf fünf Jahre begrenzt. 14 Gondeln mit Platz für je 35 Personen sollen pro Stunde rund 2000 Fahrgäste transportieren. Für den Bau rechnet die ZKB mit Kosten von 40 bis 60 Millionen Franken. Je nach ­Tarif- und Abo-Modell soll ein Ticket 5 bis 15 Franken kosten; das Projekt soll am Schluss selbsttragend sein. Experten beurteilen den verkehrsmässigen Nutzen der ZüriBahn kritisch. «Sie ist schlecht vernetzt, zu weit weg von den anderen Tram- und Buslinien», sagt Verkehrs­planer Claudio Büchel.

Zürich III:Viele wünschen sich das Bähnli zurück, das während der Landi 1939 und an der Gartenausstellung 1959 von der Enge über Wollishofen ans andere Ufer des Zürichsees über­setzte. Diskutiert wird auch eine Seilbahn, die vom Bahnhof Altstetten zur ETH Hönggerberg hochführt und nach ­Affoltern verlängert werden könnte.Luzern/Kriens: 2010 lancierte ein über­parteiliches Komitee die Vision einer Seilbahn zwischen Kriens-Obernau und der Stadt Luzern zur Entlastung der chronisch verstopften Kantonsstrasse. Der pensionierte Ingenieur Carlo Gobetti stellte dem später die Idee einer Krienser Hochbahn (Schwebebahn) entgegen. Sie bestünde aus 40er-Kabinen, die an Schienen hängend Luzern mit Kriens-Obernau verbinden. Statt dass die Fahrgäste bei den Haltestellen zu den Ka­binen hochsteigen müssten wie bei ­bestehenden Schwebebahnen, kämen die Kabinen herunter – an Seilen wie bei einem Lift. Ziel wäre, damit in elf ­Minuten vom Obernau in die Stadt ­Luzern zu gelangen. So würde auch die Talstation der Pilatus-Gondelbahn ein Stück näher an die Stadt rücken. Die Kosten von 160 Millionen sollen sich Bund, Kanton, Luzern und Kriens teilen. Der Kanton steht dem Projekt bisher ­negativ gegenüber.

Basel: Viele wünschen sich ein Comeback der Seilbahn, die 1992 zur 600-Jahr-Feier des Zusammenschlusses von Gross- und Kleinbasel die beiden Stadtteile über den Rhein verbunden hat.

St. Gallen: Im Zusammenhang mit den abgelehnten Expo-Plänen war eine Seilbahn zwischen Gossau und der Kantonshauptstadt geplant. Viele möchten sie trotz Expo-Nein bauen.

Morges:Am Genfersee gibt es die ­Vision einer Seilbahn zwischen demBahnhof Morges und dem stark wachsenden Tolochenaz. Investitionskosten: 20 bis 30 Millionen Franken.

Genf: Diskutiert wird die Idee einer Schwebebahn zwischen Plan-les-Ouates und dem Flughafen mit mehreren ­Zwischenstationen. Investitionskosten: 90 Millionen Franken.(hb)

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