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Seine Abschlussarbeit soll Gesundheitskosten senken

Alexander Pereira hat ein neuronales Netzwerk entwickelt, dass erkranktes Gewebe infolge eines Herzinfarktes lokalisiert. Er schliesst als einer der ersten das Medizintechnik-Studium an der Hochschule Luzern ab.
Chiara Stäheli
Alexander Pereira hat eine Arbeit zu Herzrhythmusstörungen geschrieben (Bild: Pius Amrein, Horw 12. Juli 2018.)

Alexander Pereira hat eine Arbeit zu Herzrhythmusstörungen geschrieben (Bild: Pius Amrein, Horw 12. Juli 2018.)

Die ersten Absolventen des Studiengangs Medizintechnik an der Hochschule Luzern stehen fest. Unter ihnen ist auch Alexander Pereira aus dem Bündnerland. Der 24-Jährige hat eine Lehre als Elektriker absolviert und begleitend die Berufsmatura gemacht. «Dann wäre es eigentlich naheliegend gewesen, Elektrotechnik zu studieren. Das wollte ich aber nicht», so Pereira.

Da ihn Medizin schon immer interessiert habe, sei er per Zufall auf das Medizintechnik-Studium gestossen. Auf Bachelor-Stufe kann dies derzeit nur in Luzern besucht werden. Daher zog der Davoser in die Innerschweiz und hat in den vergangenen drei Jahren in Horw das Studium besucht. Die Medizintechnik verfolgt das Ziel, medizinische Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. «In unserem Studium lag der Fokus vor allem darauf, welche Voraussetzungen die Produkte erfüllen und welchen Regularien sie entsprechen müssen, um überhaupt auf dem Markt zugelassen zu werden», erklärt Pereira.

Auch Ingenieurgrundlagen und technische Aspekte seien thematisiert worden. Künftig möchte der Bündner den Fokus noch stärker auf die Technik legen und später in einem Forschungs- oder Entwicklungsbetrieb arbeiten. Dafür beginnt Pereira im September das Masterstudium – entweder in Bern oder an der ETH in Zürich.

Das Herz ist sein Spezialgebiet

Alexander Pereira ist bereits jetzt klar, dass er sich in Zukunft auf ein Spezialgebiet konzentrieren wird. «Da ich mich in meiner Abschlussarbeit intensiv mit dem Herz, seinen Funktionen und den möglichen Krankheiten auseinandergesetzt habe, würde es mich reizen, auch künftig auf diesem Gebiet zu arbeiten», erzählt er. In seiner Abschlussarbeit hat Pereira ein neuronales Netzwerk – also eine Computer-Software – entwickelt, mit der Herzrhythmusstörungen frühzeitig entdeckt werden können.

Das Netzwerk erkennt mittels EKG-Daten, ob ein Herz Rhythmusstörungen als Folge eines Herzinfarktes aufweist. Zudem kann es bestimmen, in welcher der beiden Herzkammern sich dieses erkrankte Gewebe befindet. «Dieses Verfahren ermöglicht es, das erkrankte Gewebe viel schneller entfernen zu können. Denn bis anhin mussten die Ärzte in einer bis zu zwölf stündigen Behandlung zuerst herausfinden, wo überhaupt das Gewebe liegt», führt der Medizintechniker Pereira aus.

Dank der neuen Methode können Kosten gespart und Stresssituationen für den Patienten vermieden werden. Eine entsprechende Herzrhythmusstörung tritt gemäss Alexander Pereira bei rund ein bis zwei Prozent aller Personen, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, auf. In seiner Freizeit spielt der sportliche Student Fussball oder geht im Winter seiner Leidenschaft – dem Snowboarden – nach. «Wenn ich die Zeit finde, lese ich auch sehr gerne ab und zu ein Buch», ergänzt Pereira.

Diese Luzerner haben das Studium abgeschlossen

Hochschule Luzern, Departement Technik und Architektur, Bachelor und Master: Amani Abdi Barbaros, Horw; Patricia Amstutz, Meierskappel; Michelle Anliker, Horw; Andrea Antonazzo, Luzern; Fabian Aregger, Willisau; Kilian Arnold, Rickenbach; Constantin Beck, Römerswil; Roman Bienz, Wolhusen; Geraldine Bisang, Udligenswil; Michael Blättler, Rain; Silvio Bossert, Emmen; Simon Brun, Entlebuch; Severin Bruppacher, Emmen; Yannick Bucher, Luzern; Lorenz Bühler, Luzern; Roger Bühlmann, Reiden; Jeremias Burch, Luzern; Adrian Burri, Ebikon; Josef Burri, Adligenswil; Felix Businger, Luzern; Maurizio Carriero, Sursee; Tania Cruz, Weggis; Daniel Dyntar, Horw; Cédéric Erni, Luzern; Josef Estermann, Kriens; Raffael Fanelli, Hitzkirch; Elia Fankhauser, Luzern; Martina Fellmann, Meggen; Michael Fischer, Luzern; Benno Fleischli, Hildisrieden; Dario Fleischli, Hildisrieden; Beda Föhn, Eschenbach; Silvan Frischkopf, Römerswil; Thomas Fritschi, Kriens; Juliana Furrer, Aesch; Philipp Fürst, Reiden; Robert Gandia, Ebikon; Michael Geiger, Buchrain; Lukas Geisshüsler, Inwil; Roman Gilli, Kriens; Michael Graf, Gisikon; Remo Graf, Entlebuch; Samuel Graf, Ebikon; Mathieu Gutzwiller, Luzern; Josef Häfliger, Grossdietwil; Felix Hediger, Horw; Simon Herzog, Schongau; Marco Hodel, Hergiswil LU; Tobias Hofstetter, Doppleschwand; Dominik Holdener, Hasle; Stefanie Hug, Triengen; Sascha Jabornegg, Dagmersellen; Beat Jecklin, Hitzkirch; Jean-Yves Käch, Udligenswil; Andreas Karnowski, Hitzkirch; Raphael Keiser, Rothenburg; Anna Kiener, Emmen; Livia Kneubühler, Kriens; Ramona Kroker, Luzern; Micha Kunz, Ruswil; Michael Kurmann, Dagmersellen; Marcel Landolt, Meggen; Alex Lötscher, Hochdorf; Lucien Lungeni, Emmen; Gabriel Zhi Lin Luu, Ebikon; Rajah Marbach, Emmen; Alexander Masero, Emmen; Remo Mattmann, Emmenbrücke; Marco Meier, Schötz; Pascal Meier, Luzern; Cyrill Meyer, Kriens; Simon Muff, Grosswangen; Andre Neuenschwander, Neuenkirch; An Nhien Nguyen Tran, Luzern; Fabian Niederberger, Ebikon; Céline Oberholzer, Rain; Samuel Pasula, Kriens; Goran Pavlovic, Luzern; Manuele Pinelli, Emmen; Fabian Purtschert, Reiden; Adrian Ruckli, Buttisholz; Philipp Schaudt, Greppen; Roman Schmid, Luzern; Simone Dania Schmid-Traber, Neudorf; Sharon Schmidli, Ruswil; Florian Schüepp, Luzern; Pascal Peter Schuler, Ebikon; Dominik Sigrist, Vitznau; Dario Stalder, Schüpfheim; Heinz Beat Stalder, Schüpfheim; Nadine Stalder, Wolhusen; Philipp Stocker, Luzern; Lukas Stöckli, Willisau; Urs Stöckli, Menznau; Matthias Studer, Escholzmatt; Reto Tamburini, Neuenkirch; Jonas Troxler, Inwil; Nicole Troxler, Hohenrain; Mario Tschopp, Egolzwil; Aurel Ulrich, Weggis; Michael Vlasec, Luzern; Jan Vonmoos, Inwil; Dejan Vuckovic, Hochdorf; Werner Weibel, Malters; Irene Wermelinger, Triengen; Stefan Wermelinger, Hasle; Roger Wicki, Sempach; Nina Willimann, Dagmersellen; Chantal Winiger, Beromünster; Christian Winiger, Hohenrain; Philippe Winiker, Luzern; Corinne Wyss, Knutwil; Dominik Wyss, Hitzkirch. (red)

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