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Video

Seit 1954 in London: Ein Kurzfilm porträtiert die Luzerner Mäzenin Ursula Jones

Im Alter von 22 Jahren zog Ursula Jones-Strebi von Luzern nach London. Bis heute engagiert sich die 87-Jährige dort in der Musikbranche – wofür sie von der Queen geehrt worden ist. Nun hat die Schweizer Botschaft in London einen Kurzfilm über die Musikförderin produziert.
Julian Spörri

Die Kulturabteilung der Schweizer Botschaft in London porträtiert mit einer Kurzfilm-Serie Schweizer, die in Grossbritannien kulturell tätig sind. Auch eine Luzernerin wird in einem Video vorgestellt: Ursula Jones-Strebi. Die 87-Jährige lebt seit 1954 in London – und hat sich als Musikförderin einen Namen gemacht.

«Wir haben Ursula Jones ausgewählt, weil sie sich stark für die klassische Musik eingesetzt hat und nach wie vor aktiv in der Musikbranche tätig ist», sagt David Kilian Beck, Kulturverantwortlicher der Schweizer Botschaft in London. In der Filmserie würden Kulturschaffende mit einem interessanten und nicht unbedingt gradlinigen Leben porträtiert, die eine Relevanz für Grossbritannien wie auch für die Schweiz haben.

Die Luzernerin Ursula Jones-Strebi ist in Grossbritannien als Mäzenin bekannt. (Bild: Pascal Bergamin, Lenz Films)

Die Luzernerin Ursula Jones-Strebi ist in Grossbritannien als Mäzenin bekannt. (Bild: Pascal Bergamin, Lenz Films)

Es begann mit einem sechsmonatigen Sprachaufenthalt

Die Eltern von Ursula Jones waren die Luzerner Kulturmäzene Maria und Walter Strebi, er Mitbegründer des heutigen Lucerne Festival, sie die Schwester des Malers Hans Erni. Im Alter von 22 Jahren verliess ihre Tochter Luzern und startete ihr England-Abenteuer mit einem sechsmonatigen Sprachaufenthalt im Büro des Londoner Philharmonia Orchestra. Nach dem Praktikum wurde ihr der Posten als Orchestersekretärin offeriert – so lernte sie auch ihren späteren Mann, Trompeter Philip Jones, kennen.

Ursula Jones managte in London ihren Mann und mehrere Orchester – eine Zeit lang sogar fünf gleichzeitig. Sie dissertierte im Jahr 1992 in vorkolumbischer Kultur and der London University. Im vierminütigen Video sagt sie, dass derzeit junge Musiker ihre Hauptmission seien:

«Ich bin immer auf der Suche nach jungen, talentierten Musikanten. Manchmal nehme ich sie mit in die Schweiz und organisiere Konzerte in England.»

Sie fördert die jungen Orchester und Musiktalente als Präsidentin der «Maria & Walter Strebi-Erni Stiftung». Für ihren lebenslangen Einsatz für die Musik wurde sie von der Queen mit einem «Order of the British Empire» ausgezeichnet.

Schweizer Kultur in Grossbritannien näherbringen

Die insgesamt zehn bis zwölf Kurzfilme über Kulturschaffende in Grossbritannien werden bis Ende Jahr veröffentlicht. Sie sind Teil der Initiative «CH+UK – Swiss Culture in the UK» der Schweizer Botschaft in London. Ziel sei es, die Schweizer Kultur Grossbritannien näherzubringen und den interkulturellen Austausch zu fördern, sagt David Kilian Beck. «Mit dem Video-Projekt wollen wir herausfinden, wie viele zusätzliche Leute wir über Social Media erreichen können.»

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