Seit 50 Jahren wird in Nottwil gekickt

Der FC Nottwil feiert dieses Wochenende Jubiläum. 1969 wurde der Verein gegründet – 50 Jahre später kann er auf eine reiche Vergangenheit zurückblicken.

Matthias Stadler
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Vereinspräsident Daniel «Bugi» Bussmann im Clubhaus des FC Nottwil. (Bild: Dominik Wunderli, Nottwil, 25. Juni 2019)

Vereinspräsident Daniel «Bugi» Bussmann im Clubhaus des FC Nottwil. (Bild: Dominik Wunderli, Nottwil, 25. Juni 2019)

Angefangen hat es in der ehemaligen «Krone». Zehn Nottwiler sassen am 20. Juni 1969 in der Beiz zusammen, um den Fussballclub Nottwil zu gründen. Dies, weil es laut Aussage des heutigen Präsidenten Daniel «Bugi» Bussmann keine Vereine im Dorf gab. Man wollte Fussball spielen, und dieses Ziel wurde schnell erreicht.

Den ersten Platz bezog der neugegründete Verein auf dem sogenannten Älpli. «Vom einen zum anderen Tor gab es eine Höhendifferenz von sage und schreibe neun Metern», erklärt der Vereinspräsident lachend. «Irgendwie hat der Verein die Lizenz trotzdem erhalten.» Kurz darauf, 1972, zog der FC Nottwil um. Der «Seeblick» sollte fortan und bis im Jahr 2000 Heimat sein, ehe dieser vom heutigen «Bühlwäldli» als Hauptplatz abgelöst wurde.

Auch Spieler des FC Luzern haben sich in Nottwil schon gezeigt. Hier Martin Rueda im Jahr 1992 mit Junioren des FC Nottwil. (Bild: Archiv FC Nottwil)

Auch Spieler des FC Luzern haben sich in Nottwil schon gezeigt. Hier Martin Rueda im Jahr 1992 mit Junioren des FC Nottwil. (Bild: Archiv FC Nottwil)

Skigrössen geben sich in Nottwil ein Stelldichein

Auf den Plätzen des FC Nottwil – der Verein bezeichnet das «Bühlwäldli» wegen des Blicks auf den Sempachersee als den «schönsten Fussballplatz der Zentralschweiz» – haben nicht nur Amateurkicker ihren Auftritt. Mitte der 90er-Jahre gaben sich die besten Skifahrer der Schweiz ein Stelldichein in Nottwil. Abfahrtsweltmeister Franz Heinzer kickte mit anderen Skigrössen vor 2000 Zuschauern. «Im Clubhäuschen ging es nach dem Spiel noch lange lustig zu und her», mag sich Daniel Bussmann erinnern. Im Jahr 2000 spielte der FC Luzern gegen den SC Kriens ein Freundschaftsspiel auf dem neuen Rasen.

Der beste Spieler, den der FC Nottwil bis dato vorgebracht hat, ist Marco Kottmann. Der Mittelfeldspieler wechselte Anfang der 2000er-Jahre von der 3. Liga zum FCL und von dort zu diversen anderen Zentralschweizer Vereinen in den höheren Schweizer Fussballligen. «Er ist bislang unser einziger Export in den Profifussball», erklärt der Präsident. Als grösster Erfolg des Vereins gilt der Cupsieg des Innerschweizerischen Fussballverbands im Jahr 2014. Dadurch konnte die erste Mannschaft in der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups antreten, wo sie dann jedoch gegen den FC Köniz (1. Liga Promotion) 5:0 verlor. Ein Jahr darauf stieg die Mannschaft erstmals in die 2. Liga regional auf – die bis heute höchste Liga für den Verein.

Präsident Daniel Bussmann hat zum 50-Jahr-Jubiläum des FC Nottwil so einige Anekdoten zu erzählen. Doch gilt es, nicht nur zurückzublicken, sondern auch nach vorne. So etwa bezüglich Mitgliederzahlen: «Diese haben sich rasant nach oben entwickelt. Heute sind wir inklusive Junioren rund 300 Aktiv- und 50 Passivmitglieder. Langsam kommen wir an unsere Kapazitätsgrenzen, wir platzen aus allen Nähten.» 18 Mannschaften stellt der Verein, 3 Plätze gilt es zu bewirtschaften.

«Als Fussballverein haben wir eine wichtige soziale Aufgabe im Dorf. Diese wollen wir auch in Zukunft erfüllen», erklärt Bussmann. Ziel für die Zukunft sei es, den Verein weiterhin stabil zu behalten und weiterhin genügend Trainer, Helfer und Freiwillige mobilisieren zu können. «Wichtig ist uns auch, dass wir ein Dorfverein bleiben und auf dem Boden bleiben.» Die 1. Mannschaft soll zudem in der 3. Liga gehalten werden können.

Der FC Nottwil feiert am Freitag und am Samstag auf dem Fussballplatz Bühlwäldli. Es stehen Fussballspiele, Aktivitäten und ein Festbetrieb auf dem Programm. Zudem werden an der Autogrammstunde vom Samstag (12.30 Uhr) zwei Spieler des FC Luzern und der Schwinger Sven Schurtenberger dabei sein.