Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SEMESTERBEGINN: Was die Hochschulen beschäftigt

In diesen Tagen beginnt für über 10 000 Luzerner Studentinnen und Studenten das neue Studienjahr. Für Luzerns Hochschulen ist das Jahr mit verschiedenen Aufbrüchen und Meilensteinen verbunden.
Ismail Osman
Bald ist es wieder Zeit, sich in den Vorlesesaal zu begeben. (Bild Corinne Glanzmann)

Bald ist es wieder Zeit, sich in den Vorlesesaal zu begeben. (Bild Corinne Glanzmann)

Ismail Osman

Offiziell beginnt das akademische Jahr erst in einer Woche, doch schon in diesen Tagen kehrt auf den Fluren der Luzerner Hochschulen wieder Leben ein. So absolvieren beispielsweise neue Studenten die Einführungswoche. Auch für Luzerns Hochschulinstitutionen selbst ist das anstehende Studienjahr mit viel Neuem verbunden – nicht von ungefähr meint Bildungsdirektor Reto Wyss, dass das neue Studienjahr ein «Feuerwerk von Starts und Aufbrüchen» mit sich bringe.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass sowohl die Hochschule Luzern wie auch die Universität und die Pädagogische Hochschule stetig wachsen, wie dem Blick auf die Studentenzahlen der letzten Jahre zu entnehmen ist (siehe Grafik). Diese Zahlen dürften mit dem anstehenden Studienjahr nochmals in die Höhe schnellen – immerhin trumpfen sowohl Uni als auch die Hochschule Luzern (HSLU) mit einer neuen Fakultät beziehungsweise einem neuen Departement auf. Im Folgenden ein Blick auf die wichtigsten Themen der drei Luzerner Hochschulinstitutionen im neuen Studienjahr.

Hochschule Luzern

Die Hochschule ist dieses Jahr im Zügelfieber. So nimmt etwa das neue Informatikdepartement seinen Betrieb in Rotkreuz auf. Aus Luzerner Sicht ist dies natürlich mit einem bitteren Nachgeschmack verbunden. Die klamme Luzerner Kantonskasse machte den Weg frei für den Standort Rotkreuz. Ursprünglich standen auch noch die Luzerner Gemeinden Sursee und Horw im Rennen um den Standort. Nun aber erfolgt der Start im Suurstoffi-Areal in Rotkreuz. Das dortige Provisorium bietet zunächst Platz für 560 Studenten in der Ausbildung und 300 in der Weiterbildung. 2019 ziehen das Departement Informatik und das Institut für Finanzdienstleistungen in einen gemeinsamen Neubau auf demselben Areal. Dieser bietet dann Platz für 1000 Studenten und 200 Mitarbeiter. «Die Eröffnung eines sechsten Departements ist sicherlich ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der Hochschule Luzern», sagt deren stellvertretender Rektor, Xaver Büeler.

Am Freitag, 23. September, steht zudem schon die nächste Feier an: die offizielle Eröffnung der neuen Räumlichkeiten des Departements Design und Kunst in der Viscosi­stadt in Emmenbrücke. Auf rund 13 000 Quadratmetern erhalten die rund 380 Studenten und 110 Mitarbeiter, die bisher in der Sentimatt untergebracht waren, neue Räume. «Mit den beiden neuen Standorten können wir unseren Studierenden einerseits eine moderne Infrastruktur zur Verfügung stellen, andererseits unsere Zentralisierungsstrategie einen entscheidenden Schritt voranbringen», sagt Büeler. Der nächste Festakt erfolgt im November: Der Spatenstich für das neue Gebäude des Departements Musik steht an. Dieses wird neben dem Kulturzentrum Südpol in Kriens gebaut.

Als jüngster Studiengang des Departements Technik & Architektur ist der Bachelor Medizintechnik mit 26 Studenten (bei einem Frauenanteil von 23 Prozent) im Herbst 2015 gestartet. Die Entwicklungen auf das zweite Jahr hin werden positiv bewertet: «Mit einer Steigerung der Erstsemester im neuen Jahrgang auf über 50 und des Frauenanteils auf über 26 bewegt sich der Studiengang mittlerweile auf einer soliden Basis und zieht mit etablierten Studiengängen gleich», erklärt Büeler.

Universität Luzern

Mit nur knapp 100 Neustudierenden startet die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät zwar als Mini-Fakultät – aber sie startet. Nach jahrelangem Hickhack und einer umkämpften Abstimmung ist die vierte Fakultät der Uni Luzern nun Realität (Ausgabe vom Mittwoch). Doch was erhofft man sich bei der Uni-Leitung vom ersten Jahr? «Die neue Fakultät muss im ersten Jahr den Praxistest bestehen», sagt Markus Ries, Prorektor Lehre und Internationale Beziehungen und stellvertretender Rektor der Universität Luzern. «Ich bin überzeugt davon, dass das Angebot bei den Studierenden gut ankommen wird», sagt Ries. «Das Ziel der Kollegin und der Kollegen der neuen Fakultät ist es, nicht nur Lehrinhalte und Kompetenzen zu vermitteln, sondern auch aufzuzeigen, wie spannend, vielfältig und inspirierend Ökonomie sein kann.» Von der neuen Fakultät erwarte man aber auch Impulse für die bestehenden drei, «da neue Zusammenarbeiten entstehen werden», erklärt Ries. Weiter ermögliche die neue Fakultät der Universität Luzern ein moderates Wachstum auch bei derzeit stagnierender Zahl der Maturandinnen und Maturanden.

Im Verlaufe des neuen Studienjahres könnte zudem eine wichtige Entscheidung für die Zukunft der Uni gefällt werden. In den Startlöchern steht nämlich ein gemeinsamer Medizin-Studiengang der Universitäten Luzern und Zürich. Pro Jahr sollen 40 Studenten der Universität Zürich ihre klinische Ausbildung in Luzerner Spitälern und Hausarztpraxen absolvieren. Der Entscheid für Beiträge vom Bund wird voraussichtlich Anfang 2017 fallen.

«Wir möchten die Attraktivität des Doktoratsstudiums weiter erhöhen und damit talentierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für unsere Universität gewinnen beziehungsweise hier behalten», sagt Ries mit Blick in die Zukunft. Luft nach oben bestehe aber auch bei der internationalen Zusammenarbeit mit anderen Universitäten.

Pädagogische Hochschule

Auch die Pädagogische Hochschule (PH) kann einen Meilenstein feiern: Die Studierendenzahl überschreitet erstmals die 2000er-Marke. «Mit dem grossen Wachstum der Studierendenzahl der vergangenen Jahre leistet die PH Luzern einen wesentlichen Beitrag zur Entschärfung des Lehrpersonenmangels im Kanton Luzern und in der Zentralschweiz», sagt der Rektor der PH Luzern, Hans-Rudolf Schärer.

Im Studienjahr 2016/17 können angehende Sekundarlehrer zudem erstmals ein Studienprogramm mit sonderpädagogischem Schwerpunkt wählen. Dieser ermöglicht ein erleichtertes Anschlussstudium in Schulischer Heilpädagogik.«Damit kann dem Mangel an Schulischen Heilpädagogen wirksam begegnet werden», ist Schärer überzeugt.

Auch dieses Jahr wird die Einführung des Lehrplans 21 die PH auf Trab halten. Schliesslich sind es Mitarbeiter der PH, welche die Volksschullehrer mittels Kursen darauf vorbereiten müssen. Der Lehrplan 21 gilt ab dem Schuljahr 2017/18 für den Kindergarten und die 1. bis 5. Klasse der Primarschule. Eine mit dem Lehrplan 21 verbundene Neuerung an der PH: Die Hochschule verfügt nun über ein neues Institut. Dieses setzt sich primär mit der Didaktik des neuen Fachs «Natur – Mensch – Gesellschaft» auseinander, welches mit dem Lehrplan 21 eingeführt wird. Gemäss Schärer soll in den nächsten Jahren denn auch ein gleichnamiger Masterstudiengang aufgebaut werden. Unter dem Namen «Fachdidaktik Geschichte» befinde sich zudem ein weiterer Masterstudiengang in Planung.

Eine interessante Kooperation, welche die PH anstrebt, ist jene mit der Pädagogischen Hochschule Tessin in Locarno. Im Zuge der Eröffnung des Neat-Basistunnels würden sich diesbezüglich neue Möglichkeiten eröffnen. «Ausserdem wollen wir neue Modelle erproben, wie erfahrene und bewährte Lehrpersonen vermehrt als PH-Dozierende eingesetzt werden können», sagt Hans-Rudolf Schärer.

Bild: Grafik Neue LZ

Bild: Grafik Neue LZ

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.