SEMPACH: B. Braun Medical: mehr Umsatz – weniger Gewinn

Dem Medizinalproduktehersteller B. Braun Medical AG machten 2012 steigende Rohstoffkosten, der starke Franken und zunehmende Paralellimporte zu schaffen. Der Nettoumsatz stieg um 0,3 Prozent auf 313,5 Millionen Franken. Der Reingewinn sank um 11,4 Prozent auf 22,8 Millionen Franken.

sda
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Der Sitz der B. Braun Medical AG in Sempach. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Der Sitz der B. Braun Medical AG in Sempach. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Die gute Nachfrage nach Produkten aus den europäischen Vertriebsgesellschaften habe im Export zu steigenden Absatzmengen geführt. Die Verkaufserlöse seien jedoch durch notwendige Preissenkungen oder Währungseinflüsse deutlich gesunken, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Dienstag.

Rund die Hälfte des Umsatzes macht B. Braun Medical in der Schweiz. Trotz Umsatzplus von 3 Prozent im Spitalgeschäft ging der Umsatz im Inland aber um 1 Prozent zurück. Der Export ins Ausland legte um 1,1 Prozent auf 187,5 Millionen Franken zu.

Gemäss Mitteilung erwartet das Unternehmen für die Zukunft ein geringes Wachstum unter verschärftem Wettbewerb. Deshalb müsse B. Braun in der Schweiz noch rationeller und günstiger produzieren. Dies setzte weitere Investitionen in die Produktionswerke voraus.

Die B. Braun Medical AG mit dem Hauptsitz in Sempach beschäftige im vergangenen Jahr 890 Personen. Weitere Standorte des Unternehmens befinden sich in Escholzmatt, Crissier VD und Luzern. Die Herstellerin und Lieferantin von Medizinaltechnik ist eine Tochtergesellschaft der deutschen B. Braun. Der Konzern zählt rund 47'000 Beschäftigte in über 50 Ländern.