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SEMPACH / BASEL: Nachtigallen ziehts nach Westafrika

Mit modernster Technik haben Forscher der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und der Universität Basel herausgefunden, wo es die Nachtigall dieser Tage hinzieht. Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse zum Schutz der Lebensräume des bekannten Singvogels.
Der Herbstzug führt die Nachtigall aus dem nördlichen Teil der Schweiz nach Westafrika. (Bild: PD)

Der Herbstzug führt die Nachtigall aus dem nördlichen Teil der Schweiz nach Westafrika. (Bild: PD)

Der Gesang der Nachtigall ist bereits seit Ende Juni nicht mehr zu hören. Jetzt machen sich die Vögel auf den Weg in ihre Winterquartiere. Welche Richtung die Nachtigallen dabei einschlagen, konnte bisher nur vermutet werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Vogelwarte Sempach vom Montag. Die einzigen Hinweise stammten von den wenigen Vögeln, die in Europa beringt und im tropischen Afrika wieder gefunden worden waren.

Die Schweizerische Vogelwarte und die Universität Basel wollten es genauer wissen. Dabei verhalfen Sie einer alten Methode zu einer Renaissance: Der Positionsbestimmung anhand der Tageslänge. Im Jahr 2009 statteten die Forscher in der grenznahen Petite Camargue Alsacienne, in der italienischen Po-Ebene und in Bulgarien Nachtigallen mit einem rund 1g leichten technischen Kleinod aus. Im folgenden Frühjahr konnten den Vögeln die «Geolocator» genannten Geräte wieder abgenommen werden.

Vögel verschiedener Länder bleiben unter sich

«Wir konnten für insgesamt 28 Nachtigallen herausfinden, wo sie den Winter verbracht hatten», so Valentin Amrhein von der Universität Basel. Dabei fiel auf, dass sich die Vögel der verschiedenen europäischen Brutgebiete in Afrika wenig vermischten, sondern in begrenzten Gebieten überwinterten. So verbrachten die Nachtigallen aus dem nördlichen Teil der Schweiz den Winter mehrheitlich in der Elfenbeinküste und Ghana, diejenigen aus Norditalien hingegen zwischen Ghana und Nigeria und diejenigen aus Bulgarien vom Tschad bis zur Demokratischen Republik Kongo und Uganda.

Für Steffen Hahn von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach haben diese Erkenntnisse eine grosse Bedeutung: «Wenn wir die Nachtigall effizient schützen wollen, dann müssen wir wissen, wo sie sich im Winter aufhält und wo sie durchzieht. Nur so können die von den Nachtigallen dringend benötigten Lebensräume und Gebiete vor der Zerstörung geschützt werden.»

pd/zim

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