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Das «Städtli» plant seine Zukunft

In Sempach läuft die Gesamtrevision der Ortsplanung. Die Verantwortlichen gehen verschiedene Baustellen an. So gibt es Bestrebungen, eine Tiefgarage zu bauen und die Luzernerstrasse sicherer zu machen.
Matthias Stadler
Die Gesamtrevision der Ortsplanung von Sempach soll der Bevölkerung im Herbst 2021 vorgelegt werden. (Bild: Manuela-Jans Koch, 24. November 2018)

Die Gesamtrevision der Ortsplanung von Sempach soll der Bevölkerung im Herbst 2021 vorgelegt werden. (Bild: Manuela-Jans Koch, 24. November 2018)

Knapp 4200 Einwohner leben heute in Sempach. Das sind rund 140 mehr als vor acht Jahren – ein moderates Wachstum. Wenn es nach dem Stadtrat geht, soll das auch so bleiben. «Wir wollen ein Bevölkerungswachstum von 0,7 Prozent pro Jahr», erklärt Bauvorsteherin Mary Sidler (CVP). Und das soll mit Hilfe der Gesamtrevision der Ortsplanung geschehen.

Diese läuft zurzeit, letzte Woche wurde in der Festhalle über den Stand der Dinge informiert, berichtet die «Sempacher Woche». Sidler erklärte zusammen mit Marcel Hurschler (CVP), Präsident der Ortsplanungskommission, sowie Arthur Stierli, Sempacher Ortsplaner, an welchen Schrauben gedreht wird.

160 unterirdische Parkplätze geplant

«Wir wollen unsere Siedlung nach innen entwickeln», sagt Mary Sidler im Gespräch mit unserer Zeitung. «Das entspricht den Vorgaben von Bund und Kanton.» Ein Projekt, das der Stadtrat angegangen hat, ist die Entwicklung des Stadtweiher-Gebietes. Heute gibt es dort einen Parkplatz für rund 60 Fahrzeuge. An dieser Stelle soll eine Tiefgarage gebaut werden. Mit dieser würde es an der Oberfläche «attraktive Freiräume geben, möglichst frei von Verkehr. Wir hätten mehr Platz für Neuentwicklungen.» Künftig soll neben Kleingewerbe auch Wohnen möglich sein. Stand heute wird in Sempach von 160 unterirdischen Parkplätzen ausgegangen. Die Pläne seien von der Bevölkerung bis dato wohlwollend aufgenommen worden.

Als Nächstes werden die Grundlagen ins Bau- und Zonenreglement überführt. Im Herbst geht der Entwurf dazu im Rahmen der Gesamtrevision der Ortsplanung in die öffentliche Mitwirkung, ein Jahr später sollen die Pläne öffentlich aufgelegt werden. Im Herbst 2021 könnten die Sempacher an der Gemeindeversammlung über das Projekt befinden. Kostenschätzungen macht Mary Sidler keine.

Luzernerstrasse soll weniger trennen

In der Ortsplanung geht es auch um das Gebiet um die Luzernerstrasse, die von Sempach nach Sempach Station führt. «Die Strasse ist heute ein grosser Einschnitt im Gemeindegebiet. Künftig soll sie den Siedlungsraum nicht mehr so stark vom Landschaftsraum trennen.» Es sei auch angedacht, dass die Strasse für den Langsamverkehr sicherer gemacht wird. «Wir entwickeln ein Konzept dazu. Zuständig für die Umsetzung ist jedoch der Kanton.» Hauptsächlich wird laut Sidler das Wohngebiet entlang der Luzernerstrasse genauer betrachtet. Etwa, wie dort gebaut werden könnte. «Konkrete Massnahmen sind noch nicht definiert.»

Auch andere Gemeindegebiete kommen in der Revision vor. So soll das Gebiet Wygart eingezont werden – eine Fläche von 20000 Quadratmetern, also knapp drei Fussballfelder gross. Gemäss der «Sempacher Woche» wird auch das Gebiet beim Meierhof neu evaluiert, nachdem es vor einem Jahr Kritik an Überbauungsprojekten gab (wir berichteten). Eine Option sei, das Gebiet frei von Bauten zu halten, was zu Enteignungen führen könne, da das Gebiet heute in einer Bauzone ist und zum Teil bereits bebaut ist. Die andere Variante gehe von einer Vorstadtbebauung aus, wie sie schon beim zurückgezogenen Projekt geplant war. Der Entscheid stehe noch aus.

Weiter wurde für die Gesamtrevision auch ein Mobilitätskonzept erstellt. «Wir wollen sichere und attraktive Verkehrswege für alle Verkehrsteilnehmer und genügend Parkplätze für Gewerbe, Geschäfte und Besucher. Der Verkehr soll auf allen Ebenen funktionieren», sagt Mary Sidler.

Geplant ist, dass die Gesamtrevision der Ortsplanung der Bevölkerung im Herbst 2021 vorgelegt wird. «Es ist uns wichtig, dass wir eine Ortsplanung machen, hinter der die Bürger stehen können.» Denn mit dieser würden in Sempach die Weichen für die nächsten 15 Jahre gestellt. «Das machen wir sehr sorgfältig. Denn Sempach soll lebenswert bleiben.»

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