Sempach erhält 25 Asylbewerber

Die Luzerner Regierung richtet im Zivilschutz-­Ausbildungszentrum Allmend in Sempach eine Asylunterkunft ein. Diese bleibt für drei Jahre bestehen und bietet für 20 bis 25 Asylbewerber Platz.

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Hier logieren die Asylbewerber. (Bild: Dominik Wunderli)

Hier logieren die Asylbewerber. (Bild: Dominik Wunderli)

Hier logieren die Asylbewerber. (Bild: Dominik Wunderli)

Hier logieren die Asylbewerber. (Bild: Dominik Wunderli)

Bereits in den Jahren 2009/2010 hat der Regierungsrat das Unterkunftsgebäude des Zivilschutz-Ausbildungszentrums Sempach zur Unterbringung von Asylbewerbern für ein Jahr befristet genutzt. Die unterbringung sei «ohne Probleme» verlaufen. Nun hat der Regierungsrat den Stadtrat von Sempach Mitte Mai informiert, dass er die Anlage definitiv während drei Jahren für 20 bis 25 Asylbewerber einrichtet. Bereits am 1. März sei der Stadtrat vom Kanton über die Absicht informiert worden.

Wie die Stadt mitteilt, wird die Bevölkerung an einer Informationsveranstaltung am 12. Juni, um 20 Uhr, in der Festhalle Sempach über Details informiert. Regierungsrat Guido Graf wird ebenfalls anwesend sein.

Begehung bereits erfolgt

Das 2. Obergeschoss des ehemaligen Unterkunftsgebäudes werde zurzeit nur teilweise genutzt und vom Zivilschutz kurzfristig komplett für die Unterbringung von Asylbewerbern zur Verfügung gestellt. Eine Begehung vor Ort mit Vertretern des Zivilschutzes und der Caritas Luzern hat bereits stattgefunden. Sie beurteilen die Räume als geeignet. Die Inbetriebnahme der Asylunterkunft soll so bald als möglich erfolgen.

Das heutige Areal des Zivilschutz-Ausbildungszentrums soll längerfristig als Sicherheitszentrum genutzt werden. Die Projektierung läuft ab Sommer 2012. Die Unterbringung wird deshalb auf drei Jahre befristet.

Caritas betreibt Unterkunft

Die Caritas stellt ie Betreuung der Asylbewerbern und der Betrieb der Asylunterkunft sicher. Mit den geplanten baulichen Massnahmen und der Präsenz der Caritas Luzern werde die Sicherheit und Sicherstellung des Betriebes gewährleistet, schreibt die Stadt Sempach weiter.

pd/bep

Probleme mit Asylbewerbern im Hasliberg

Die SVP Schweiz hat ihre Forderung nach griffigen Massnahmen gegen kriminelle Asylbewerber bekräftigt. Sie reagiert damit auf Schwierigkeiten in der Asylunterkunft Tschorren am Hasliberg. Dort gab es Schlägereien unter Asylbewerbern aus verschiedenen Volksgruppen, wie das Bundesamt für Migration (BFM) am Dienstag mitgeteilt hatte. Die vier Urheber der Vorfälle wurden umplatziert und die Zahl der Asylbewerber auf dem Tschorren vorübergehend von gut 100 auf 60 gesenkt.

Möglicherweise geht auch eine Serie von Einbruchdiebstählen in der Gemeinde Hasliberg auf das Konto von Asylbewerbern. Die Kantonspolizei Bern führt die Ermittlungen, hat bislang aber keine Erkenntnisse vorgelegt.

Die SVP Schweiz sieht eine Eskalation der Situation in Hasliberg und anderen Gemeinden, wie sie am Mittwoch mitteilte. Deshalb sei es von hoher Dringlichkeit, «verhaltensauffällige, renitente und delinquierende Asylanten in zentralen, vom Bund geführten Internierungslagern festzusetzen».

Ein entsprechender Antrag sei in die Revision des Asylgesetzes eingebracht worden, ruft die Partei in Erinnerung. Wer straffällig werde, sei zudem sofort vom Asylverfahren auszuschliessen und der Ausschaffung zuzuführen.

sda