SEMPACH: Luzern plant Sicherheitszentrum in Sempach

Der Kanton Luzern plant in Sempach für 34 Millionen Franken ein neues Sicher­heitszentrum. Es soll die Bereitschafts- und Verkehrspolizei, die Logistik der Kantonspolizei, ein zweites Rechen­zentrum des Kantons und den Zivilschutz beherbergen.

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Das heutige Zivilschutz-Ausbildungszentrum in Sempach soll für 34 Millionen zu einem neuen Sicherheitszentrum Sempach ausgebaut werden. (Bild PD)

Das heutige Zivilschutz-Ausbildungszentrum in Sempach soll für 34 Millionen zu einem neuen Sicherheitszentrum Sempach ausgebaut werden. (Bild PD)

Erstellt werden soll das neue Sicherheitszentrum auf dem Areal des Zivilschutzzentrums Sempach. Zuletzt war dort bis zur Inbetriebnahme der neuen Interkantonalen Polikzeischule Hitzkich im Jahre 2007 auch die Zentralschweizer Polizeischule untergebracht.

Laut Mitteilung der Staatskanzlei vom Mittwoch besteht am heutigen Standort der Bereitschafts- und Verkehrspolizei in Emmenbrücke seit Jahren Platznot. Den Stützpunkt Sprengi teilt sich die Polizei mit dem Werkhof des Strasseninspektorats und neuerdings mit der Nationalen Verkehrs­managementzentrale.

Neben den Raumnot ist auch der Standort ungünstig. Bei grösseren Ereignissen seien die Verkehrsachsen rund um den Stützpunkt Sprengi rasch verstopft und die Rettungskräfte damit blockiert, heisst es in der Mitteilung. Deshalb dränge sich eine Verlegung der Bereitschafts- und Verkehrspolizei auf.

220 Arbeitsplätze
Neben diesen Einsatzkräften sollen auch die Logstik der Kantonspolizei und ein zweites Rechenzentrum des Kantons sowie die gesamten kantonalen Zivilschutzeinrichtungen und -insitutionen am Standort Sempach zusammengefasst werden. Die Anlage muss dazu aus- und umgebaut werden.

Insgesamt sind im Sicherheitszentrum Sempach nach dem Endausbau rund 220 (grösstenteils heute schon bestehende) Arbeitsplätze vorgesehen. 195 davon entfallen auf die Kantonspolizei. Dazu kommen neben den bestehenden 18 Arbeitsplätzen des Zivilschutzes in Sempach 10 von Luzern zu verlegende Stellen der Abteilung Militär und Zivilschutz.

Für einen reibungslosen Betrieb müssen eine neue Erschliessungsstrasse sowie ein zusätzlicher Werkanschluss zur Autobahn A2 gebaut werden. Neben dem heutigen Areal werden zusätzlich rund 1,5 Hektaren Land benötigt. Die Eigentümerin, die Korporation Sempach, hat Bereitschaft zu Kaufverhandlungen signalisiert.

Kommt das Projekt zustande, kann das durch Hochwasser gefährdete zweite Rechenzentrum des Kantons verlegt werden. Am Hauptsitz der Kapo in Luzern erhält die Kriminalpolizei mehr Raum, der wegen der Einführung der Schweizerischen Strafprozessordnung benötigt wird. Die Polizei kann zudem drei Standorte in Kriens, Emmenbrücke und Sursee aufgeben.

sda