SEMPACH: Menschen sollen Hände von Jungvögeln lassen

Die Schweizerische Vogelwarte Sempach hat dazu aufgerufen, ungeschickt umherflatternde Jungvögel liegen zu lassen. Täglich würden zahlreiche scheinbar verwaiste Jungvögel bei der Vogelwarte eingeliefert.

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Ein Rotkehlchen füttert sein Junges. (Bild Manfred Rogl/pd)

Ein Rotkehlchen füttert sein Junges. (Bild Manfred Rogl/pd)

Diese gut gemeinte Hilfe sei aber in den meisten Fällen gar nicht nötig, sondern führe oft dazu, dass gesunde Jungvögel von ihren Eltern getrennt werden, schreibt die Vogelwarte in einer Mitteilung vom Donnerstag. Ein Jungvogel sei meist nur scheinbar verlassen und hilflos. Er werde auch nach dem Verlassen des Nests von seinen Eltern weiter gefüttert und betreut.

Einschreiten sollten Menschen nur, wenn sich ein Vogel in unmittelbarer Gefahr befinde, also beispielsweise auf einer Strasse. Mit blossen Händen berühren sei kein Problem, die Altvögel würden die Jungen weiter füttern. Wenn das Junge verletzt sei oder von den Eltern tatsächlich über eine Stunde nicht mehr versorgt werde, so könne es in die nächstgelegene Pflegestation gebracht werden, schreibt die Vogelwarte.

ap