SEMPACH: Milchbörse als Lösung gegen tiefe Milchpreise?

Die Milchbauern sind verärgert. Der Grund: Die Produzentenpreise sind seit einem Jahr stets gesunken. Nun soll eine Lösung gefunden werden.

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Produzentenpreise für Milch sollen steigen. (Symbolbild EQ)

Produzentenpreise für Milch sollen steigen. (Symbolbild EQ)

«Die Zukunft vieler Milch produzierender Betriebe hängt im Moment an einem seidenen Faden», schreibt Martin Haab des Vereins Big-M in einer Mitteilung. Der Produzentenpreis ist rund 25 Rappen tiefer als im Vorjahr. Solche Preisab­schläge sollen nun ein Ende haben. Der Verein Big-M, zusammen mit der bäuerlichen Organisation BZS und der SVP, will etwas gegen die Abwärts­spirale der Preise unternehmen.

Deshalb findet am Samstag, 29. August, eine Kundgebung bei der Schlacht­kapelle Sempach statt. Dort wollen die Organisationen gemeinsam gegen einen Systemwechsel in der Milchwirtschaft kämpfen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. «Wir werden Lösungen aufzeigen, die umsetzbar sind und dem Wohle aller dienen», schreibt Haab. Lösungen bei welchen die produzierten Mengen der effektiven Nachfrage des Marktes angepasst würden: «Es soll eine Milchbörse eingeführt werden.»

Die Milchmengen sollen also geregelt werden. Oder besser gesagt wieder geregelt werden. 1977 wurde bereits eine Mengenregelung eingeführt. Der Sinn, der dahinter steckte: Die Menge begrenzen und den Milchpreis beibe­halten. Diese Milchmengenregelung wurde in diesem Frühjahr ad acta gelegt. Durch die Mengenausdehnung bewegten die die Preise nun nach unten, wie es in der Mitteilung heisst.

sab