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SEMPACH: Ornithologen halten Ausschau nach der Waldschnepfe

Zahlreiche Ornithologen werden in den kommenden Tagen in Waldlichtungen die Abenddämmerung abwarten, um die Waldschnepfen zu zählen. Dann nämlich beginnt die Balz der Zugvögel, die sich fast nur zählen lassen, während die Männchen rufend umherfliegen.
Mit ihrem fein gemusterten grauen und braunen Gefieder ist die Waldschnepfe hervorragend getarnt. (Bild: PD/Jürgen Schiersmann)

Mit ihrem fein gemusterten grauen und braunen Gefieder ist die Waldschnepfe hervorragend getarnt. (Bild: PD/Jürgen Schiersmann)

Die Waldschnepfe ist nachtaktiv und mit ihrem fein gemusterten grauen und braunen Gefieder perfekt getarnt und nur mit viel Glück zu finden. Zur Balzzeit aber sei sie einfach zu beobachten, teilte die Vogelwarte Sempach am Montag mit.

Und zwar vollführen die Männchen von April bis Juli vorwiegend in der Abenddämmerung ihre Balzflüge und stossen dabei typische Balzrufe aus. Meist ein «quorr-quorr-pitz», schreibt die Vogelwarte. Die Balz wird in der Jägersprache Schnepfenstrich genannt und biete die beste Möglichkeit, die Waldschnepfen zu zählen.

Die Vogelwarte setzte sich nämlich zum Ziel, die bestehenden Waldschnepfenbestände genau zu erfassen. Das Bundesamt für Umwelt unterstützt sie dabei.

Wer brütet wann wo

Im Rahmen der Volkszählung der Vögel will die Vogelwarte abschätzen können, wie stark die Waldschnepfe seit den Neunzigerjahren abgenommen hat und welche Regionen verlassen wurde. Für die Volkszählung der Vögel ermittelt die Vogelwarte von 2013 bis 2016, wo in der Schweiz und im Fürstentum Lichtenstein wie viele und welche Vögel brüten.

Die Bestände der Waldschnepfen würden in mehreren Ländern Europas abnehmen, heisst es in der Medienmitteilung. In der Schweiz brütet die Waldschnepfe noch regelmässig im westlichen Jura, entlang den nördlichen Voralpen und im Norden des Kantons Graubünden. Das Mittelland besiedelt die Waldschnepfe hingegen kaum mehr.

Die Waldschnepfe ist ein Zugvogel und überwintert insbesondere in Frankreich, wo sich die Zahl der Wintergäste seit 1970 aber ebenfalls stark reduzierte. Gründe für diesen Rückgang seien unter anderem Störungen während der Brutzeit, Verschlechterung des Lebensraums durch Verdichtung von Waldbeständen oder starke Bejagung.

Auch in der Schweiz gefährdet möglicherweise die Jagd die Waldschnepfen. Die lokalen Brutvögel seien oft noch im Gebiet, wenn die Jagd im September beginne, schreibt die Vogelwarte.

sda

Leicht zu entdecken ist die Waldschnepfe nur während des Balzflugs, dem so genannten Schnepfenstrich. (Bild: PD/Jean-Lou Zimmermann)

Leicht zu entdecken ist die Waldschnepfe nur während des Balzflugs, dem so genannten Schnepfenstrich. (Bild: PD/Jean-Lou Zimmermann)

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