SEMPACH: Regierungsrat prüft Beschwerde

Trotz klarem Entscheid ist eine Einzonung noch nicht rechtskräftig.

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So soll die Überbauung im Gebiet Zihlweid ausschauen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll die Überbauung im Gebiet Zihlweid ausschauen. (Bild: Visualisierung PD)

Die Gemeindeversammlung vom 30. November in Sempach beschäftigt nun die Luzerner Regierung: Gegen die Änderung der Ortsplanung im Gebiet Zihlweid ging eine Verwaltungsbeschwerde ein, wie das kantonale Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement auf Anfrage bestätigt.

Eingereicht haben diese Susanne und Joe Stürmlin. Sie wohnen im Quartier Schauensee, neben der Zihlweid, einer landwirtschaftlich genutzten Fläche am nordwestlichen Ende der Stadt. «Wir sind nach wie vor der Meinung, dass das revidierte Raumplanungsgesetz nicht mit diesem Projekt vereinbar ist», sagt Susanne Stürmlin. Das Paar hatte sich zusammen mit weiteren Einsprechern gegen die Einzonung der Zihlweid gewehrt. Wie Joe Stürmlin an der Gemeindeversammlung ausführte, gehe damit «wertvolles Kulturland» verloren. Die Zihlweid werde zu einer «Insel ohne Anschluss an ein bestehendes Quartier».

Teiländerung in geheimer Abstimmung beschlossen

Die Einsprache blieb allerdings ohne Erfolg: In einer geheimen Schlussabstimmung hiessen die Stimmbürger die Teiländerung der Ortsplanung mit 244 Ja- zu 136 Nein-Stimmen bei 4 Enthaltungen gut und überführten die Zihlweid in die Bauzone (Ausgabe vom 1. Dezember).

Das Landstück ist seit der Gesamtrevision 2007 dem «übrigen Gebiet» zugeteilt und gilt als Bauerwartungsland. Bereits 2013 wurde ein Architekturwettbewerb aufgegleist. Am Hang mit Seesicht sind 36 Wohnungen geplant; Reihenhäuser im unteren Teil, eine Überbauung dahinter. Die Stadt Sempach rechnet mit 90 Neuzuzügern. (fi)

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