SEMPACH: Schlachtfeier: SVP mit Petition für Erhaltung

Die SVP des Kantons Luzern lanciert eine Petition für den Erhalt der Sempacher Schlachtfeier. Und nimmt die Linksextremen ins Visier. Dies bringt SP und Juso auf den Plan.

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Polizisten überall: Solche Bilder wie an der Schlachtjahrzeit von Sempach 2009 sind der SVP zwar ein Dorn im Auge, auf die Feier verzichten will sie trotzdem nicht. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Polizisten überall: Solche Bilder wie an der Schlachtjahrzeit von Sempach 2009 sind der SVP zwar ein Dorn im Auge, auf die Feier verzichten will sie trotzdem nicht. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Ende Januar hat der Luzerner Regierungsrat entschieden, dass in diesem Jahr in Sempach nur mit einem schlichten (ökumenischen) Gedenkgottesdienst der Gefallenen von 1386 gedacht werden soll. Dies, weil die Sempacher Schlachtjahrzeit in den vergangenen Jahren zunehmend von extremen politischen Gruppierungen für ihre eigenen politischen Zwecke missbraucht worden sei, so die Begründung.

«624 Jahre Bestandteil Luzerner Kultur»
Nun wehrt sich die SVP des Kantons Luzern gegen diesen Entscheid und lanciert eine Petition für den Erhalt der Sempacher Schlachtfeier. Schliesslich sei «die Gedenkfeier zur Schlacht von Sempach 624 Jahre lang fester Bestandteil der Luzerner Kultur» gewesen, heisst es in einer Mitteilung der Partei.

In der weiteren Stellungnahme schreibt Anian Liebrand im Namen der SVP, dass linksextreme Gruppierungen, «die Konfrontation mit den seit Jahren friedlich und anständig an der Schlachtfeier teilnehmenden, jungen Patrioten» gesucht hätten.

SP und Juso stellen sich hinter Zäsur
Postwendend reagieren die SP des Kantons Luzern sowie die Jungsozialisten (Juso) Luzern. Die SP schreibt in einer Mitteilung vom Dienstag, dass die SVP die Rechtsextremen in Schutz nehme und im Gegenzug die «friedlich protestierenden Jusos als ?Linksextreme? verunglimpft». Die Partei stütze den Entscheid, die Schlachtfeier 2010 nicht in gewohnter Form durchzuführen.

Die Jungpartei ihrerseits hält in einer Stellungnahme fest, dass «einzelne SVP-Vertreter den Aufmarsch von Rechtsextremen mit ihrer Petition verharmlosen». Die Juso wünscht sich, «dass aus der Zäsur jenes würdige Volksfest hervorgeht, welches die Schlachtfeier einmal war.»

ana