SEMPACH: Schutzverein will mehr Einfluss

Die Vereinigung Pro Sempachersee wird zum Landschaftsschutzverband. Damit kann er mehr mitreden bei der Raumplanung.

Ismail Osman
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Blick auf den Sempachersee. Im Vordergrund die Gemeinde Nottwil. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Blick auf den Sempachersee. Im Vordergrund die Gemeinde Nottwil. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Naturschutzvereinigung Pro Sempachersee will in Zukunft die eigene Position zu stärken. Dazu will man sich nun vom einfachen Verein zum Landschaftsschutzverband weiterentwickeln. Als solcher stünden der Organisation mehr rechtliche Möglichkeiten zur Mitgestaltung der Siedlungsentwicklung zu – diese laufe im Eiltempo aus dem Ruder, begründet Pro Sempachersee den Entscheid. An der Generalversammlung vom 16. Mai wurden neue Statuten verabschiedet um diese Weiterentwicklung in Gang zu setzen.

Bereit für Herausforderungen

Das man sich als aktiver Landschaftsschutzverband mit Einspracherecht nicht nur Freunde macht, sei man sich bei Pro Sempachersee bewusst, sagt Pro Sempachersee-Präsident Christoph Marchal. «Wir wollen uns nicht Feinde machen, aber wir scheuen uns auch nicht davor, Stellung für die Erhaltung der Landschaft zu beziehen.»

In dieser Hinsicht hat Pro Sempachersee denn auch bereits einiges an Erfahrung: So stellte sich der Verein als anfänglich praktisch einziger Exponent der Region gegen das Passagierschiff-Projekt «Sempi-Schiff» – und sammelte hierfür 5000 Unterschriften. Nach langem Tauziehen entschied das Bundesamt für Raumentwicklung, dass das Projekt nicht zonenkonform und deshalb nicht umsetzbar sei. Der Prozess zum vollwertigen Landschaftsschutzverband dauert noch fünf Jahre. Marchal erklärt: «Es ist eine rechtliche Vorgabe, mit den entsprechenden Statuten mindestens fünf Jahre zu bestehen – dies soll verhindern, dass ein Verband kurzfristig mit dem Ziel, etwas zu verhindern, gegründet wird, um kurz darauf wieder aufgelöst zu werden.»

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